Start für Zehn-Millionen-Euro-Wasserwerk

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 Beim Spatenstich des neuen Wasserwerks haben sich Verbandsvorsitzender Frank Schroft (fünfter von rechts), Mitglieder des Verwa
Beim Spatenstich des neuen Wasserwerks haben sich Verbandsvorsitzender Frank Schroft (fünfter von rechts), Mitglieder des Verwaltungsrats, Mitarbeiter vom Landratsamt Sigmaringen und Zollern Alb zusammen mit Günther Lumpp vom Regierungspräsidium Tübingen (fünfter von links) und den Ingenieuren Eckart Stetter (erster von links) und Matthias Dreher (dritter von links) über den Baustart gefreut. (Foto: Mandy Streich)
Mandy Streich

Der Startschuss für das neue Wasserwerk in Langenbrunn ist am Mittwoch mit einem traditionellen Spatenstich gefallen. Bei der Investition in Höhe von rund 10 Millionen Euro stemmt der Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe mit 8 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in der 40-jährigen Verbandsgeschichte. Das teilte der Verbandsvorsitzende und Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft mit. Fördermittel in Höhe von 2,2 Millionen Euro hat das Land Baden-Württemberg darüberhinaus in Aussicht gestellt.

„Zukunft muss heute gebaut werden, damit auch unsere nachfolgenden Generationen darin leben können“, sagt Frank Schroft. „Das gilt in besonderem Maße, wenn es um die immer wichtiger werdende Wasserversorgung geht.“ Bereits im Jahr 2010 hätten die Überlegungen und mögliche Planungen eines Wasserwerks begonnen. Im Jahr 2013 sei man noch davon ausgegangen, dass eine Sanierung der Wasseraufbereitungsanlage möglich wäre. Dies ist aber aufgrund der veralteten Technik laut Matthias Dreher, Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft Dreher und Stetter, nicht mehr möglich gewesen. Die Ingenieursgesellschaft wurde im Jahr 2014 mit der Vorplanung beauftragt. Daraufhin erfolgten zahlreiche Untersuchungen und Entscheidungen bis zum aktuellen Spatenstich. „Der Zeitraum war eigentlich gar nicht schlecht, für das, was alles berücksichtigt werden musste“, sagt Matthias Dreher.

„Dieses Zukunftsprojekt ist nicht nur ein finanzieller Kraftakt für einen Verband wie die Hohenberggruppe, sondern war bis zur Genehmigung auch eine enorme bürokratische Herausforderung“, sagt Verbandsvorsitzender Frank Schroft. Das Wasserwerk soll bis April/Mai 2021 fertig gestellt werden. Mit einer Enthärtungsanlage soll das Wasser künftig außerdem weicher werden.

Der Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe versorgt insgesamt über 100 000 Menschen in über 28 Mitgliedsgemeinden von Beuron über Spaichingen bis nach Balingen mit Trinkwasser. Das geplante Wasserwerk Beuron-Langenbrunn soll die Zukunft der Wasserversorgung langfristig sicherstellen sowie allen Mitgliedsgemeinden ausreichend Trinkwasser in gleichbleibend hoher Qualität zur Verfügung stellen. Bis zu zwei Millionen Qubikmeter Wasser – ein Qubikmeter sind 1000 Liter – soll das neue Wasserwerk im Jahr künftig liefern.

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