Schwenniger koordiniert Hilfe für Albanien

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Hermann Schreiyäck zeigt die Kartons, die Anfang Februar nach Gambia verschifft werden. Darin enthalten sind medizinische Unters
Hermann Schreiyäck zeigt die Kartons, die Anfang Februar nach Gambia verschifft werden. Darin enthalten sind medizinische Unterstützungslieferungen für die Buschkliniken Batabut und Somita. (Foto: Wilfried Koch)
Wilfried Koch

Seit fünf Jahren ist Hermann Schreiyäck aus Schwenningen engagiert sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Iris für Hilfsbedürftige auf den Kapverden, in Gambia und den ehemaligen GUS-Staaten. Vor wenigen Tagen war ein Lastwagen des christlichen Vereines „Hoffnung und Hilfe“ aus Loßburg in der Heuberggemeinde, um 25 Betten und Matratzen sowie Kleiderspenden aus Schwenningen und Umgebung aufzuladen.

„Ich bin froh, dass wir diesmal auch wieder medizinisches Material, das die Bürger aus Schwenningen zur Verfügung stellten, mitliefern konnten“, sagte Hermann Schreiyäck im Gespräch mit der SZ. Dabei handele es sich überwiegend um Verbandsmaterial, Fieberthermometer, Infusionsbesteck, Spritzen und Blutdruckmessgeräte. Die Firma Bisinger aus Heiligenzimmern ist Unterstützer mit Infusionsbesteck, Kanülen, Desinfektionsmitteln und sonstigem Material, informierte der Schwenninger Koordinator.

„Anfang Februar schicken wir ebenfalls medizinisches Material nach Gambia an die beiden Buschkliniken von Batabut und Somita“, freut sich Schreiyäck. Die aktuelle Lieferung ins albanische Erdbebengebiet umfasst Betten und Matratzen, die seitens der Gemeinde Schwenningen zur Verfügung gestellt wurden. Dieses Material wurde vor Jahren von der Bürgermeisterin Roswitha Beck für eventuelle Unterbringungen von Flüchtlingen im Schulgebäude organisiert und eingelagert. Im Archiv der Gemeinde, das sich im Pavillon der Schule befindet, stehen auch noch 25 Spinde aus Bundeswehrbeständen, die ebenfalls seitens der Gemeinde Schwenningen für Hilfsmaßnahmen bereitgestellt werden. „Diese Spinde sowie ausgemusterte Schulbänke werden demnächst mit dem Lastwagen abgeholt und voraussichtlich in bedürftige Länder in Osteuropa geliefert“, so die Information Schreiyäcks.

„Kürzlich konnten wir fast das komplette Mobiliar des ehemaligen AMEOS-Pflegeheimes Silberdistel in Stetten am kalten Markt von Pflegedirektorin Cornelia Eppler übernehmen und damit Krankenhäuser in Moldawien und in der Ukraine ausstatten“, sagt der Schwenninger stolz. Durch die rege Beteiligung der Bürger und auswärtiger Besucher am ersten Adventsfenster im Dezember sowie Spenden Schwenninger Bürger konnte Familie Schreiyäck einen Reingewinn von über 1300 Euro verbuchen, die jetzt zur Finanzierung der Transporte der gespendeten Materialien dienen.

Die Kontakte von Schwenninger Familie Schreiyäck in das afrikanische Gambia kamen vor zwei Jahren durch Familie Schindler vom Diabetes-Projekt „The Gambia e.V.“ aus Stetten am kalten Markt zu Stande. Dieser Verein betreut seit 15 Jahren Diabetiker in Gambia.

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