Schicksalsschläge und eine besondere Auszeichnung

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Pfarrer Markus Manter (links) mit dem Geehrten und dem Vorstandsduo des Kirchenchores Regina Moser und Berta Mattes.
Pfarrer Markus Manter (links) mit dem Geehrten und dem Vorstandsduo des Kirchenchores Regina Moser und Berta Mattes. (Foto: Karl-Peter NEusch)
kpn

Ein ereignisreiches Jahr mit traurigen Momenten, aber auch mit einer erfreulichen und zukunftsweisenden Entscheidung, liegt hinter dem Frohnstetter Kirchenchor. Wie die Vorsitzende Regina Moser bei der Hauptversammlung ausführte, war das Jahr geprägt vom Rücktritt des langjährigen Dirigenten Thomas Hahn aufgrund eines schweren familiären Schicksalsschlags und der Suche nach einem neuen Leiter, der den Chor nach längerer Probenvakanz übernehmen könnte.

Kein leichtes Unterfangen, wie Regina Moser feststellen musste, denn geeignete Chorleiter sind auf dem Land eher dünn gesät. Dennoch ließ sie sich nicht entmutigen und wurde am Ende für ihre beharrliche Suche belohnt. Mit Lukas Hahn konnte die Vorsitzende zur ersten Chorprobe im April einen neuen Dirigenten präsentieren, der mit seinem jugendlichen Elan und seinen musikalischen Fähigkeiten alles mitbringt, um dem gut aufgestellten Chor wieder eine gute Zukunftsperspektive zu eröffnen.

Die Feuertaufe, der Auftritt am Chordekanatstag in Pfullendorf, bestand Lukas Hahn mit Bravour. „Wir hätten es nicht besser treffen können“ – so das Fazit der Vorsitzenden, das die anwesenden Sänger mit großem Applaus bestätigten. Trotz des schmerzlichen Verlustes einer beliebten und geschätzten Sängerin, die nach schwerer Krankheit im Sommer verstarb sowie der längeren Probenpause durch den Dirigentenwechsel, habe der Kirchenchor zusammengehalten und die schwere Zeit ohne Abgänge meistern können.

Die insgesamt 30 Chormitglieder weisen aktuell ein Durchschnittsalter von etwas über 58 Jahren auf, was sich im Vergleich mit anderen Chorgemeinschaften durchaus sehen lassen kann. Einen detaillierten Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres vermittelte anschließend Schriftführerin Ingrid Dreher. Dank eines satten Polsters könne man, so die Einschätzung von Kassenwartin Anneliese Moser, trotz des leicht negativen Jahressaldos mit dem Kassenstand immer noch sehr zufrieden sein.

Der neue Dirigent bedankt sich

Der neue Dirigent Lukas Hahn bedankte sich beim Chor für das Vertrauen und die vorbehaltlose Unterstützung, die ihm den Start leicht gemacht hätten. Er sei offen für neue Gesangsprojekte und Ideen, durchaus auch im Zusammenwirken mit anderen Kirchenchören aus der Seelsorgeeinheit. Pfarrer Markus Manter zeigte sich erfreut, dass die Zukunft des Chores nach zwei schweren Jahren durch den vollzogenen Dirigentenwechsel jetzt gesichert sei und hob die Bedeutung des Chorgesangs als wichtiges Element der Gottesdienstgestaltung hervor. Bei den Wahlen zur Vorstandschaft wurden alle Amtsträger einstimmig in Ihren Funktionen bestätigt.

Eine außergewöhnliche Ehrung durfte Johann Löffler entgegennehmen. Seit 70 Jahren singt er im Kirchenchor und hat sich in dieser Zeit mit seiner Tenorstimme zu einer wichtigen Stütze der Sängergemeinschaft entwickelt. In seiner bekannt verschmitzten Art antwortete er auf die Frage, weshalb er so lange dabei geblieben ist : „Es hat noch niemand zu mir gesagt, ich solle zu Hause bleiben“. Für sein Mitwirken wurde er von Pfarrer Markus Manter sowie der Vorsitzenden des Kirchenchores, Regina Moser, mit einer Dankesurkunde des Cäcilienverbandes samt Heiligenbild und einem riesigen Geschenkkorb ausgezeichnet.

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