Schüler lernen französische Kultur kennen

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In Sassenage erkunden die Schüler die Kultur der Nachbarn.
In Sassenage erkunden die Schüler die Kultur der Nachbarn. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Anfang November sind 36 Schüler des Martin-Heidegger-Gymnasiums, begleitet von den beiden Französischlehrern Irene Müller und Stephan Schmid, zu ihrer Partnerschule in den französischen Alpen aufgebrochen.

Eine besondere Herausforderung für die Schüler, die zum ersten Mal teilnehmen, ist die Unterbringung in Gastfamilien, wo sie sich an andere Gewohnheiten und Abläufe anpassen müssen und das unter der erschwerten Bedingung der Fremdsprache. Trotzdem können viele Schüler gute Kontakte zu ihren Austauschschülern und deren Familie knüpfen und freuen sich schon auf deren Gegenbesuch in Meßkirch oder hoffen auf einen zweiten oder dritten Austausch mit Sassenage.

Ziel des Austausches ist neben den persönlichen und sprachlichen Kontakten auch die Entdeckung kultureller Besonderheiten der Partnerstadt und ihrer Umgebung. Aufgrund des 100. Jahrestages zur Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkrieges, lernten die Meßkircher beim Besuch des Museums des Widerstands und der Deportation und anhand eines Spielfilms die dunkleren Seiten der deutsch-französischen Beziehungen des 20. Jahrhunderts kennen und die Bedeutung der Austauschprogramme zwischen beiden Ländern.

Neben diesem historischen Schwerpunkt und dem Kennenlernen der Städte Sassenage und Grenoble erhielten die Meßkircher Geschmacksproben der regionalen Produktion.

Nach dem Besuch eines Bauernhofes im Gebirge Vercors boten die Betreiber Milch- und Käseprodukte zum Kosten an, die mit ihrer Milch hergestellt werden. In Vinay, dem Zentrum des Walnußanbaus in der Region Grenoble, erfuhren die Schüler einiges über die noch junge aber erfolgreiche Geschichte der Nußproduktion im Tal der Isère und konnten anschließend ein paar Produkte probieren und als Souvenir erwerben.

Unbeabsichtigt mussten die Deutschen auch eine Erfahrung mit der französischen Demonstrations- und Streikkultur machen. Die Rückfahrt musste um acht Stunden vorverlegt werden, um den Straßenblockaden der „Gilets Jaunes“ (Gelbjacken) sicher zu entgehen, was eine Nachtfahrt bedeutete.

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