Nordtor am Frohnstetter Friedhof bleibt offen

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 Das Nordtor am Frohnstetter Friedhof wird auch weiterhin offen bleiben. Die Parksituation am Friedhof ist angespannt.
Das Nordtor am Frohnstetter Friedhof wird auch weiterhin offen bleiben. Die Parksituation am Friedhof ist angespannt. (Foto: Karl-Peter Neusch)
kpn

Das Nordtor am Frohnstetter Friedhof wird auch weiterhin offen bleiben. Einmütig sprach sich der Frohnstetter Ortschaftsrat nach Ablauf der vereinbarten Testphase dafür aus, von einer Schließung abzusehen.

Die Schließung wurde als finale Maßnahme ins Auge gefasst, sollte sich die Parksituation im Friedhofsbereich nicht grundlegend ändern. Schon lange ist das sicherheitsgefährdende Parken am Friedhof entlang der Sonnenstraße dem Gremium ein Dorn im Auge, nachdem es im Kreuzungsbereich zur Straße „In den Baumgärten“ durch dort parkende Friedhofsbesucher immer wieder zu brenzligen Verkehrssituationen gekommen war. Abhilfe erhofften sich die Ortschaftsräte im Herbst, mit der Ausweisung neuer Parkplätze im unmittelbaren Eingangsbereich bei der Sebastianskapelle.

Ortsvorsteher Johann Seßler zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz auf das neue Parkplatzangebot, das sehr gut angenommen werde. Die Parksituation im kritischen Bereich entlang der Sonnenstraße habe sich wesentlich verbessert, so sein Fazit. Leider gebe es zwar immer noch einige unbelehrbare schwarze Schafe, aber wegen diesen eine solch drastische Maßnahme wie die Schließung des nördlichen Zugangstores zu beschließen, wäre unverhältnismäßig und den regelmäßigen Friedhofsbesuchern nicht zu vermitteln gewesen. Nachdem es im Zuge der ersten Ausschreibung für die Breitbandverlegung im Frohnstetter Rössleweg zunächst nicht nach einem schnellen Baubeginn ausgesehen hatte, informierte Ortsvorsteher Johann Seßler bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung das Gremium und die interessierten Mitbürger, dass es jetzt doch zu einer kurzfristigen Lösung kommen könnte. Hatte das Ergebnis der ersten Submission noch 100 Prozent über dem kalkulierten Ansatz gelegen, so scheint die ENBW jetzt eine kostengünstigere Option gefunden zu haben.

Laut Ankündigung soll es bereits Ende Mai von der ausführenden Firma in Angriff genommen werden soll. Die Gemeinde wird sich an diese Maßnahme mit der Verlegung von Leerrohren anhängen, für die ein Zuschuß bereits bewilligt ist. Im Gremium wurde die kurzfristige Ankündigung des Baubeginns mit einer gewissen Skepsis aufgenommen, wisse man doch dass die ausführende Firma aktuell gut ausgelastet ist und deshalb ein schneller Abschluß der Frohnstetter Maßnahme doch mit einigen Fragezeichen zu versehen sei.

Das wiederum könnte die Anwohner vor Zufahrtsprobleme stellen, denn die ohnehin nur sehr schmale Straße müsste während der Baumaßnahme zumindest in Teilabschnitten komplett gesperrt werden.

Auf Nachfrage eines Zuhörers gab Ortsvorsteher Johann Seßler und Bürgermeister Maik Lehn bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung Auskunft über den aktuellen Stand in Sachen Standort des von der Telekom geplanten Mobilfunkmastes in Frohnstetten. Offenbar ist die Prüfungsphase seitens der Telekom noch nicht endgültig abgeschlossen. Es gebe aber eine eindeutige Tendenz zugunsten des innerörtlichen Standortes auf einem der Schulgebäude.

Die vom Ortschaftsrat favorisierten Standorte in der Amerikastraße außerhalb der bestehenden Bebauung liegen zwar noch innerhalb des eingegrenzten Suchgebietes, haben aber seitens des Investors den schwerwiegenden Nachteil, dass die die Leitungsverfügbarkeit an diesen Standorten bislang noch nicht gegeben ist und erst noch hergestellt werden müsste. Das brisante Thema wird sicher auf der Agenda einer der ersten Sitzungen des neugewählten Ortschaftsrats stehen.

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