Nikolaus stellt fest: Alle Kinder waren brav

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 Beim umfangreichen Angebot an Holzwaren im Gemeindehaus Weckenstein fällt die Auswahl schwer.
Beim umfangreichen Angebot an Holzwaren im Gemeindehaus Weckenstein fällt die Auswahl schwer. (Foto: Fotos: Susanne Grimm)
Susanne Grimm

Der Weihnachtsmarkt des Dorfgemeinschaftsvereins Storzingen (DGS) unter dem Vorsitz von Reinhold Hotz hat am ersten Adventswochenende wieder Scharen von Besuchern angelockt. Bereits zum siebten Mal hat der DGS zu seiner Dorfweihnacht eingeladen, die sich in vielerlei Hinsicht von den üblichen Weihnachtsmärkten unterscheidet.

Das erstmals im Jahr 2011 veranstaltete Event hat einen ganz besonderen Zauber, der sich mittlerweile in der Region herumgesprochen hat. „Es werden von Jahr zu Jahr mehr Besucher“, sagte der Vorsitzende des DGS, Reinhold Hotz, „Wir sind selber überrascht, wie sehr das Publikum diese Veranstaltung annimmt“.

Die Verkaufsstände, die ausschließlich von Hobbykünstlern der näheren Umgebung bestückt sind, befinden sich im Gemeindehaus Weckenstein, das der DGS von der Gemeinde gepachtet und in Eigenregie zu einem Mehrzweckgebäude umgebaut hat. Die rund 30 Marktstände befanden sich somit im Warmen und Trockenen, was sowohl Standbetreiber als auch Besucher sehr zu schätzen wissen.

Dazu kam, wie in den vergangenen Jahren auch, am Samstagabend St. Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht, der alle anwesenden Kindern mit einer kleinen Gabe beschenkte. Mit großen Augen und gespannter Erwartung hießen die Kinder den heiligen Mann willkommen, der aber zuallererst wissen wollte, ob sie auch alle brav gewesen waren. Nach einem zögerlichen „Ja“ aus schüchternen Kindermündern stellte der Nikolaus die Frage noch einmal mit dem Hinweis auf sein dem Alter geschuldeten nachlassendes Hörvermögen. Da traute sich die Schar der Kinder, kräftig „ja“ zu rufen.

Nach einem gemeinsam gesungenen Lied durfte sich jedes Kind ein Päckchen abholen. Rund um das Weckensteinhaus hatten die Mitglieder der DGS, aber auch viele Nachbarn, festliche Beleuchtung installiert, dazu illuminierten Fackeln, Feuerstellen und Laternen Stettens kleinen Ortsteil an der Schmeie. Der Duft von Punsch, Glühwein, Bratwurst und süßen Waffeln, die in kleinen Gruppen beieinander stehenden, in Gespräche vertieften Menschen, strahlende Kindergesichter und das adventliche Ambiente verliehen dem Besucher ein warmes, heimeliges Gefühl, dass den Begriff „Dorfweihnacht“ mit Leben erfüllte.

Die Stände im Innern des Weckensteinhauses ließen dem Geschenke Suchenden die Wahl schwer fallen, handgedrechselte Holzschalen, wunderschön Genähtes und Gestricktes, hausgemachtes Gebäck und Aufstriche, erstklassige, langlebige Advents- und Weihnachtsdekorationen, filigran gearbeitete Glückwunschkarten und liebevoll ausgestaltete Geschenkverpackungen – es gab eine Riesenauswahl an einzigartigen, individuellen Geschenkideen, die allesamt Unikate sind.

Modelleisenbahnen begeistern Groß und Klein

Der örtliche Modelleisenbahnclub trug eine weitere Attraktion bei, indem er seine Vereinsräume öffnete, um großen und kleinen Eisenbahnfans zu leuchtenden Augen zu verhelfen. Dazu konnten sich die Besucher in dem im Untergeschoss des Hauses liegenden Veranstaltungssaal bei Kaffee und Kuchen stärken und den vielleicht müde gewordenen Beinen Gelegenheit zum Ausruhen geben.

Damit nicht genug: Am späteren Abend unterhielt der aus Funk und Fernsehen bekannte schwäbische Kabarettkünstler Alois Gscheidle das Publikum auf seine unnachahmliche Art, indem er befand: „S' ghert gscheid kehrt“. Auch am Sonntag hatten die Gäste noch die Möglichkeit, Geschenke zu kaufen und einen Weihnachtsbaum zu besorgen. Eigens für die kleinen Besucher hatte der DGS einen Zauberer gebucht, der die Kinder in seine magische Welt entführte.

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