Neujahrsempfang in Beuron: Hoffnung auf ein gnadenreiches Jahr

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 Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller (Vierter von links) unterhält sich beim Neujahrsempfang mit Beuroner Bürgern.
Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller (Vierter von links) unterhält sich beim Neujahrsempfang mit Beuroner Bürgern. (Foto: Susanne Grimm)
Susanne Grimm

Zahlreiche Bürger haben die Einladung des Erzabtes Tutilo Burger und Beurons Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller zum gemeinsamen Neujahrsempfang wahrgenommen. Im Festsaal der Erzabtei nutzten die Besucher die Gelegenheit zu Gesprächen miteinander sowie mit den Mitgliedern der Klostergemeinschaft und den Vertretern aus der Kommunalpolitik. Der Erzabt hieß die Gäste willkommen und sprach ihnen seinen Dank aus „für Ihre stete Anteilnahme an unserem Weh und unserer Freude“. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Jahr 2019 „ein Jahr des Herrn, ein gnadenreiches Jahr“ werden möge. Das sei nicht nur sein Wunsch „als Klostermensch“. Auch als Bürger Beurons wünsche er seinen Mitbürgern ein Jahr, das innere Erfüllung bringt, „denn die Geschäftigkeit des Alltags führt uns in dieser HInsicht oft nicht weiter“.

Bürgermeister Osmakowski-Miller ging in seiner Ansprache davon aus, dass „alles, was auf unserer Fahne steht, umgesetzt werden kann“. Beuron werde seinen Kritikern beweisen, dass aus den vielen bisher hervorgebrachten Ideen zur Entwicklung von Beuron sehr wohl Realitäten werden könnten. So seien bereits über fünf von Bürgern initiierte Projekte Vorgespräche geführt und einige angemeldet worden. „50 000 Euro sind für solche Privatprojekte in den Haushalt 2019 eingestellt worden“, hob der Bürgermeister hervor.

Investitionen in Höhe von rund 30 Millionen Euro stehen an

Mit der Erneuerung der Abwasserkanäle in der Gemeinde und der Neukonzeption der gemeinsamen Kläranlage mit Fridingen nehme die kleine Donautalgemeinde viel Geld in die Hand. Im Zuge dieser Neuerung, bei der auch die betreffenden Straßen grundsaniert werden, soll gleichzeitig auch die Glasfaseranbindung erfolgen und Beuron zu einem Bioenergiedorf werden, in dem regional erzeugte Energien die Gemeinde mit Wärme versorgen wird. „Wenn alles wie geplant verläuft, dann werden in Beuron in den nächsten zehn Jahren rund 30 Millionen Euro investiert werden“, sagte der Schultes. „Zeig uns einer ein anderes Dorf mit 650 Einwohnern, das das stemmen will!“

Er gab sich überzeugt, dass die Gemeinde das schaffen werde, denn „wir haben fleißig gespart“. Über eine Million Euro habe man auf der hohen Kante – „das haben wir Ihnen, der arbeitenden Bevölkerung mit ihren Steuern, zu verdanken“ . Dazu kämen, neben anderen Einnahmequellen, die gut fließenden Einnahmen aus den Wohnmobilstellplätzen. „Wir schaffen es, Beuron in eine gute Zukunft zu führen“, versprach Osmakowski-Miller.

Er erinnerte die Anwesenden daran, dass in diesem Jahr nicht nur Europa- und Kommunalwahlen seien, sondern auch die Bürgermeisterwahl in Beuron. Er sei selbst überrascht, dass die ersten acht Jahre schon herum seien „und wenn ich Ihnen nicht über bin, machen Sie bei der kommenden Wahl wieder ein Kreuz hinter meinem Namen“. Er sei gerne Bürgermeister von Beuron und wolle es gerne bleiben.

Pelikan-Geschäftsführer kann sich selbst in Pächterrolle vorstellen

Unter den Gästen war auch der neue Geschäftsführer des nun wieder geöffneten Hotels „Pelikan“ anwesend, Maximilian Dinkelaker mit seiner Familie. In einem Gespräch mit der SZ ließ er durchblicken, dass er sich vorstellen könne, das Hotel eventuell als Pächter zu übernehmen. „Beuron hat Potenzial und braucht auf jeden Fall einen Hotel- und Gaststättenbetrieb, der nicht nur in der Saison seine Dienstleistung anbietet“, sagte Dinkelaker. Deshalb habe das Hotel bereits in diesem Winter seine Pforten durchgehend geöffnet.

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