Mit diesen Fahrzeugen übt die Bundeswehr die Terrorabwehr

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Mit diesen Fahrzeugen übt die Bundeswehr die Terrorabwehr
Vor der Kaserne in Stetten am kalten Markt präsentieren die Einsatzkräfte ihr Gerät.
Editor und Redakteur für Blick nach Baden
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Bevor die große Antiterror-Übung BWTEX (Baden-Württembergische Terrorismusabwehr Exercise) am Samstag stattfindet, haben die Einsatzkräfte bereits am Donnerstag ihre unterschiedlichen Fahrzeuge und Gerätschaften der Öffentlichkeit vorgestellt. Vor der Kaserne in Stetten am kalten Markt hatten Interessierte die Chance, von zahlreichen Experten Einzelheiten zu den Spezialfahrzeugen und Einsatzmitteln zu erfahren.

Anschlag auf Fußgängerzone wird simuliert

Laut des baden-württembergischen Innenministeriums handelt es sich bei BWTEX um die „die größte Übung dieser Art, die je in Deutschland durchgeführt wurde“. An der Übung am Samstag sind rund 2500 Teilnehmer dabei. Das geplante Szenario auf dem Gelände der Kaserne auf der Alb simuliert einen Anschlag in der belebten Konstanzer Fußgängerzone, bei dem es bis zu 30 Tote und 70 Verletzte geben soll.

 Vor der Kaserne in Stetten am kalten Markt präsentieren die Einsatzkräfte ihr Gerät.
Vor der Kaserne in Stetten am kalten Markt präsentieren die Einsatzkräfte ihr Gerät. (Foto: Laura Keiß)

In dem Übungsszenario ist die Polizei so überlastet, dass sie die Hilfe der Bundeswehr anfordern muss. Dabei werden auch gepanzerte Fahrzeuge und Helikopter zum Einsatz kommen. An BWTEX ist neben den Kliniken Konstanz und Friedrichshafen auch das Krankenhaus in Sigmaringen beteiligt. Dort blickt man gespannt auf die Großübung am Samstag. 

Massenanfall von Verletzten im Krankenhaus wird geprobt

„Die Übung gibt uns die Gelegenheit, unter realitätsnahen Bedingungen den Massenanfall von Verletzten im Krankenhaus Sigmaringen zu proben. Wir können unsere Abläufe dabei auf den Prüfstand stellen und im Nachgang gegebenenfalls optimieren“, sagt Krankenhaussprecherin Barbara Koch und versichert: „Wir haben Vorbereitungen getroffen, um die echte Patientenversorgung – also den Normalbetrieb – auch während der Übung sicherzustellen.

Dabei geht es um Abläufe bei der Aufnahme, Behandlung und in Teilbereichen der Verwaltung.“ In den drei Krankenhäusern in der Region soll während der Großübung unter anderem der Transport von Leicht- und Schwerverletzten trainiert werden – mit unterschiedlichen Fahrzeugen oder per Hubschrauber.

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