Meßkirch soll ein 160-Betten-Hotel erhalten

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Schwäbische Zeitung
Redakteur Meßkirch

Bauunternehmer Eduard Freitag aus Scheer will in der Meßkircher Kernstadt im Auftrag seiner Investoren ein 80-Zimmer-Hotel mit 160 Betten in der Nähe der Ablach errichten. Im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung verrät der 39-Jährige Chef der Firma Freitag Bau Details zu dem Großprojekt.

Ursprünglich sollte auf dem 14000 Quadratmeter großen Areal in der Nähe der Agip-Tankstelle nur das Hotel mit entsprechendem Parkplatz und Hof stehen. „Wir können das Vorhaben allerdings nicht so realisieren wie zuerst geplant“, sagt Freitag. Denn weitere Interessenten möchten nun dort auch noch drei Geschäfte errichten. Freitag habe intensive Gespräche mit Meßkirchs Bürgermeister Arne Zwick, seinen Investoren und den anderen Parteien geführt – der 39-Jährige sei kompromissbereit.

„Wir werden das Hotel jetzt nicht so sehr in die Länge und Breite bauen, sondern vor allem in die Höhe“, sagt Freitag. Es solle einem typischen Stadthotel entsprechen. Das geplante Hotel werde aber weiterhin eine Bowlingbahn und zwei Restaurants beinhalten. Da durch die Änderungen die Summe für die Grundstückskäufe geringer ausfallen werde, können Freitags Investoren viel Geld sparen. Nähere Informationen zu seinen Geldgebern wollte Freitag noch nicht verraten.

Die Entwürfe fürs Hotel werden zurzeit entsprechend angepasst. Freitag will sie in rund zwei Wochen bei der Meßkircher Stadtverwaltung einreichen. Das Hotel habe ein Investitionsvolumen in Höhe von rund zwölf Millionen Euro – inklusive Ausstattung.

Ende 2018 soll das Hotel fertig sein

Freitag hält es für realistisch, dass im Frühjahr 2017 die notwendigen Genehmigungen vorliegen werden. Danach soll der Bau beginnen.

Die Bauzeit schätzt Freitag auf etwa 18 Monate. Der Unternehmer hat mittlerweile ein Büro in Meßkirch gegenüber dem Schreibwarengeschäft Schönebeck eröffnet, dort sind sechs Mitarbeiter tätig. „20 weitere sind aktuell für mich auf Baustellen im Einsatz“, sagt Freitag, der sich vor zwei Jahren selbstständig gemacht hat. Er arbeite auch mit Subunternehmern zusammen. Bürgermeister Arne Zwick befürwortet das geplante Großprojekt an der Ablach: „Ein großes Hotel kann Meßkirch gut gebrauchen. Es wäre sehr gut für die Stadt, wenn das was wird.“

Zudem will Freitag zwei weitere Vorhaben in Meßkirch für seine Investoren verwirklichen. An der Mengener Straße soll eine Seniorenresidenz entstehen, die in zwei Gebäuden insgesamt 52 Wohnungen und ein Café beherbergen soll (die SZ berichtete). „Eine Vorgenehmigung ist da, jetzt läuft noch die technische Prüfung“, sagt Freitag. Er rechnet mit einer Genehmigung im April, der Baubeginn soll im Mai, spätestens Anfang Juni, erfolgen. Ab dem 1. April will Freitag mit dem Verkauf der Wohnungen beginnen: „Wir haben jetzt schon 40 feste Anfragen.“ Der Quadratmeterpreis werde zwischen 2600 und 3200 Euro liegen – alles barrierefrei.

Nicht weit entfernt von der Seniorenresidenz soll in Richtung Innenstadt ein 26-Familien-Haus auf dem Gelände einer ehemaligen Tankstelle entstehen. „Wir haben das Baugesuch bereits eingereicht, wir klären noch ein paar Punkte mit dem Landratsamt“, sagt Freitag. Wahrscheinlich müsse er es etwas kleiner bauen – wohl 24 Wohnungen. Ursprünglich waren 18 Einheiten geplant gewesen. Hier hält Freitag einen Baubeginn im August oder September dieses Jahres für möglich. Dieses Projekt und die Seniorenresidenz werden zusammen rund 14 Millionen Euro kosten. Die Investoren von Bauunternehmer Freitag haben bereits beide Grundstücke erworben: „Auch die Bauverträge sind geschlossen und die Aufträge erteilt“, berichtet der Unternehmer.

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