Kreisgalerie zeigt zeitgenössische Kunst

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 Ein Ausstellungsobjekt ist Mädchen am Fenster, ein Aquarell von Gottfried Graf aus dem Jahr 1922.
Ein Ausstellungsobjekt ist Mädchen am Fenster, ein Aquarell von Gottfried Graf aus dem Jahr 1922. (Foto: Reiner Löbe)
Schwäbische Zeitung

Klaus Zillner, Kunstkenner und Philosoph aus Weingarten, leitet am Sonntag, 6. Januar, um 15 Uhr eine Führung durch die Dauerausstellung im Erdgeschoss der Kreisgalerie Schloss Meßkirch. Zillner führt die Besucher in die Genese der Kunstsammlung des Landkreises ein und will sie mit dieser vertraut machen.

Die Führung selbst kostet nichts. Der Museumseintritt beträgt drei Euro (ermäßigt 1.50 Euro). Die Kreisgalerie ist geöffnet Freitag bis Sonntag sowie feiertags jeweils von 13 bis 17 Uhr.

Die Kreisgalerie Schloss Meßkirch ist für das kunstinteressierte und kunstbegeisterte Publikum aus der Region und darüber hinaus seit vielen Jahren eine feste Größe. Neben den Wechselausstellungen, die sich großer Beliebtheit erfreuen und von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern frequentiert werden, garantiert auch die Dauerausstellung im Erdgeschoss Kunstgenuss auf hohem Niveau. Sie dokumentiert die kunstgeschichtliche Entwicklung der Region in Vergangenheit und Gegenwart und macht in ihrer Vielfalt, Qualität und Ästhetik das hiesige Kunstschaffen sinnlich erlebbar.

Werke von Graf, Hiller und Birkle

In sechs Abteilungen birgt die Präsentation ausgewählte Werke aus der Kunstsammlung des Landkreises mit einer Bandbreite von der gotischen Plastik über barocke Altartafelbilder bis zu Werken zeitgenössischer Künstler. Drei Sammlungsschwerpunkte geben der Ausstellung ihr besonderes Profil. Zum einen sind es die Werke des aus Mengen stammenden Kubisten und Pioniers des modernen Holzschnitts Gottfried Graf (1881 bis 1938), der mit Ölbildern und Aquarellen, Holzschnitten und Radierungen vertreten ist. Von Anton Hiller (1893 bis 1985), dem in Sigmaringendorf aufgewachsenen Bildhauer, werden Zeichnungen sowie Bronze- und Holzplastiken von den figürlichen Anfängen bis hin zur Reduzierung von Form und Ausdruck im Alterswerk gezeigt.

Dem in Herkunft und Jugend eng mit Sigmaringen und dem oberen Donautal verbundenen Maler Albert Birkle (1900 bis 1986) ist ein dritter Schwerpunkt gewidmet, der neben Ansichten der heimischen Landschaft Werke im Stil des expressiven Realismus aus seiner wichtigsten Schaffensperiode in den 1920er-Jahren enthält.

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