Knapp 33 000 Besucher kommen

Lesedauer: 3 Min
Der „Wildensteiner Altar“, der sich im Besitz der Staatsgalerie befindet, ist eines der bedeutenden Werke des Meisters von Meßki
Der „Wildensteiner Altar“, der sich im Besitz der Staatsgalerie befindet, ist eines der bedeutenden Werke des Meisters von Meßkircch, das dieser für Graf Gottfried Werner von Zimmern gemalt hat. (Foto: Staatsgalerie Stuttgart)
Schwäbische Zeitung
Redakteur Sigmaringen

Die große Landesausstellung „Der Meister von Meßkirch. Katholische Pracht in der Reformationszeit“ in der Stuttgarter Staatsgalerie ist am Ostermontag zu Ende gegangen. Die Ausstellungsmacher haben 32 745 Besucher gezählt, das sind etwa 17 000 weniger als die erhofften 50 000.

„Auch wenn wir die geplanten Besucherzahlen nicht erreicht haben, ist die Ausstellung zum Meister von Meßkirch ein sehr, sehr achtbarer Erfolg gewesen“, sagt Anette Frankenberger, Pressesprecherin der Staatsgalerie. Man könne die Besucherzahlen vorab nie ganz einschätzen. Über die Feiertage habe man sich noch einmal mehr erwartet, sei aber dennoch zufrieden. „Für eine Ausstellung dieser Art mit einem unbekannten Meister und religiösen Bildmotiven war das erfreulich, wir waren da ja gewissermaßen in einer Nische unterwegs“, sagt Frankenberger.

Die Austellung in der Staatsgalerie war die erste monografische Ausstellung, die dem unbekannten und daher mit einem so genannten Notnamen titulierten „Meister von Meßkirch“ gewidmet war. Die Werke für die Ausstellung wurden teilweise aus den größten Museen und Sammlungen in ganz Europa und den USA zusammengetragen und stellten den Maler in Bezug zu seinen berühmten Zeitgenossen Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Albrecht Altdorfer oder Hans Baldung Grien. Zugleich ließen sich darstellerische Vergleiche zwischen dem streng katholischen Meister und den Malern der Reformationsbewegung anstellen. Die Ausstellung umfasste etwa 200 Exponate.

Die Verantwortlichen der Staatsgalerie haben die Ausstellung auch zum Anlass genommen, das Werk des Meisters von Meßkirch kunsthistorisch zu analysieren, was im 400 Seiten starken Katalog dokumentiert ist. „Zwei Restauratorinnen haben elf Tafeln des Meisters kunsttechnologische untersucht“, sagt Frankenberger. Auf dieser Basis könne man auch weiterarbeiten. Allerdings ist es trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen, die Identität dess Meisters aufzudecken, obwohl der Maler nach den Untersuchungen eine größere Werkstatt mit mehreren Gehilfen betrieben haben dürfte. Seinen Notnamen hat der Meister aufgrund seines Hauptwerks, der Ausstattung der Pfarrkirche St. Marrtin in Meßkirch, erhalten.

Die Ausstellung war natürlich für die Kunstinteressierten der Region von besonderer Bedeutung. Das zeigte sich auch in den zahlreichen Gruppen aus ganz Oberschwaben und Baden, insbesondere von Heimatvereinen, Volkshochschulen und kirchliche Einrichtungen, die Führungen buchten.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen