Kirchengemeinderat stellt sich und seine Pläne vor

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Die neuen Kirchenältesten (von links) Stephan Spilleke, Corinna Cyris, Peter Schneider, Verica Grimm, Silke Deufel, Manuela Mayh
Die neuen Kirchenältesten (von links) Stephan Spilleke, Corinna Cyris, Peter Schneider, Verica Grimm, Silke Deufel, Manuela Mayhoefer, Ulrike Klie, Yvonne Reichert und Pfarrerin Anja Kunkel aus Meßkirch, die übergangsweise die Belange der Stettener Kirchengemeinde vertritt. (Foto: Susanne Grimm)
sgr

„Ehrenamt ist (k)eine Typfrage“ – mit diesem Wahlspruch hat die evangelische Landeskirche Baden und damit auch die evangelische Seelsorgeeinheit Stetten am kalten Markt punkten können. Bei den kürzlich durchgeführten Kirchengemeinderatswahlen sind in der Heuberggemeinde sechs Kandidaten zu neuen Kirchenältesten, wie die Räte im evangelischen Gremium genannt werden, gewählt worden. Bei der konstituierenden Sitzung und bei einem Gottesdienst haben sie sich der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit der Wahl haben sich Corinna Cyris, Beamtin beim Landratsamt Sigmaringen, Peter Schneider, Brandamtmann bei der Bundeswehr-Feuerwehrschule, Yvonne Reichert, Rentnerin, Ulrike Klie, Hausfrau und Mutter von vier Kindern, Silke Deufel, Dipl.-Verwaltungswirtin und Stephan Spillecke, Dipl.-Ing. für Elektrotechnik, für sechs Jahre verpflichtet, sich für die Belange der evangelischen Kirchengemeinde einzusetzen.

Dass es nicht einfach sein wird, das „Schiff Kirche auf Kurs zu halten“, machte der Vorsitzende des Rats, Stephan Spilleke, vor dem Hintergrund der vakanten Pfarrersstelle deutlich: „Derzeit gibt es rund 100 offene Pfarrstellen die es zu besetzen gilt, es wird nicht einfach werden, einen neuen Pfarrer oder Pfarrerin zu finden“. Wie bekannt, ist Pfarrer Uwe Reich-Kunkel im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen aus seinem Amt ausgeschieden. Dennoch bleibt Stephan Spillecke optimistisch. Mit dem Stettener Grundgedanken „auf der Höhe der Alb, auf der Höhe der Zeit“, sehe er die evangelische Kirchengemeinde Stetten a.k.M. ökumenisch aufgeschlossen, verwurzelt im christlichen Glauben, auf dem Weg, neue Dinge anzugehen.

Die Kirchengemeinde habe in den letzten Jahren viel dafür getan, wieder präsenter in den Herzen der Menschen zu werden, sagte der Vorsitzende. Die Sehnsucht nach Gott und der christlichen Gemeinschaft spiegele sich vor allem in den mehr als gut besuchten Familien- und Kindergottesdiensten wider. „Auch die Konzerte und Taizé-Abende rundeten unsere Kirchenjahre ab. Ebenso erfreute sich die Kirche an den vollen Sitzplätzen“. Auch für die kommenden Jahre will Spilleke mit seinem Team weitere Höhepunkte setzen, „um so Kirche lebendig werden zu lassen“, wie er sagte. Ein Sorgenkind sei die Orgel, die dringend saniert werden, was in diesem Jahr in Angriff genommen werden soll. „Damit auch weiterhin Konzerte und Gottesdienste durch den schönen Klang unserer Welte-Orgel musikalisch gestaltet werden können, möchte sich der Kirchengemeinderat auf den Weg machen, diese Finanzierung voranzutreiben“, so Spilleke.

Für die Kirchengemeinde wünscht sich Stephan Spillecke und der Ältestenrat dennoch wieder einen Pfarrer, der gemeinsam mit ihnen auf Kurs geht. „Denn es sind Menschen wie diese sechs Personen, die ihre Persönlichkeit, ihre Arbeit und ihren Dienst an und in der Kirche tun. Und das ganz ehrenamtlich und ganz ohne eine Bedingung“, hob der Vorsitzende hervor

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