Im Zwiegespräch mit den Farben der Kunst

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 Die Ausstellung mit Werken von Gabi Streile und Werner Schmidt in der Leibertinger Galerie Wohlhüter ist von Sonntag, 8. März,
Die Ausstellung mit Werken von Gabi Streile und Werner Schmidt in der Leibertinger Galerie Wohlhüter ist von Sonntag, 8. März, bis Sonntag, 5. April, zu sehen. (Foto: Galerie Wohlhüter)
Schwäbische Zeitung

Die Ausstellung mit dem Titel „Day and Night, Night and Day“ wird laut Pressemeldung am Sonntag, 8. März,um 11 Uhr in der Galerie Werner Wohlhüter, Kreuzstraße 12, in Leibertingen eröffnet. Zu sehen sind dann bis zum 5. April Werke von Gabi Streile und Werner Schmidt. Beide Künstler werden bei der Vernissage anwesend sein. Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck, Leiterin der Städtischen Galerie Tuttlingen, führt um 11.30 Uhr in die Ausstellung ein.

Gabi Streile studierte an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Ihre Bilder bezeichnet sie als „Landschaften“. Sie wecken gegenständliche Assoziationen. Streile kommt es jedoch nicht auf die möglichst genaue Wiedergabe eines realen Landschaftsausschnitts an. Ihre Landschaften sind weniger ge- als erfunden, ihre Werke sind nicht primär Abbild von etwas anderem, sondern Bilder, die im Kopf entstehen und wie abstrakte Malerei für sich selbst Bestand haben und wahrgenommen werden sollen. Sie sind zuallererst reine Malerei, die zwar nicht ganz auf Motiv und Inhalt verzichtet, diese aber in Farbe, autonomer Form und plastischen Pinselstrichen bis an die Grenze ihrer Erkennbarkeit auflöst. An Preisen erhielt sie 1977 den Förderpreis der Sparkasse Karlsruhe, 1981 den Jugendpreis Hommage à Baden-Baden, 1992 und 1996 den Kunstpreis der Städte Bühl und Offenburg, 2002 den Hanna-Nagel-Preis der fünf Präsidentinnen, Karlsruhe, 2015 war sie zweite Preisträgerin der Kulturstiftung Sparkasse Karlsruhe. 1999 und 2000 hatte sie einen Arbeitsaufenthalt in Marokko und Finnland, 2003, 2012 und 2013 einen Aufenthalt im Atelier der Kunststiftung Baden-Württemberg. Arbeiten von ihr befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland.

Werner Schmidt studierte an der Hochschule für Gestaltung Pforzheim. Bei seinen Bildern steht die Farbe im Vordergrund. Diese wird von ihm in zahlreichen Schichten mit schwingenden Bewegungen, an denen der ganze Körper beteiligt ist, auf den Bildgrund aufgetragen. Das fertige Bild ist Ergebnis eines Zwiegesprächs zwischen Bild und Künstler. Neben rein abstrakten Farbeindrücken sind dies aufgrund der meist horizontalen Ausrichtung von Bildformat und Farbverlauf insbesondere Visionen von Landschaft und Natur wie etwa Wolken oder Wellen. An Stipendien und Arbeitsaufenthalten sind zu nennen: 1988 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, 1995 Stipendium des Landes Baden-Württemberg für die Cité des Arts Paris. 1993 sechsmonatiger Arbeitsaufenthalt in New York, 1999 und 2000 Arbeitsaufenthalt in Marokko und Finnland, 2000 Karl-Rössing-Reisestipendium der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München. Seit 2009 Forschungsaufträge im Bereich Bildende Kunst an der Universität Freiburg. 2016 erhielt er den Art-Karlsruhe-Preis des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe mit der Galerie Wohlhüter. Seine Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland. Er fertigte anlässlich der Ehrenbürgerschaft des Landes Berlin für Wolfgang Schäuble 2017 dessen Porträt an.

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