Im Mittelpunkt des Familientags steht der Apfel

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Jede Menge Apfelprodukte sind im Angebot.
Jede Menge Apfelprodukte sind im Angebot. (Foto: Susanne Grimm)
Susanne Grimm

Die „Bodeg“ (Bäuerliche Vermarktung Oberes Donautal) hat am vergangenen Sonntag in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Obere Donau und dem Gutshof Käppeler zu einem großen Apfelfest auf den Gutshof Käppeler nach Beuron-Thiergarten eingeladen und großen Zulauf erfahren.

Der Aktionstag rund um den Apfel ist dabei zu einem rundum gelungenen Familientag geworden, bei dem Groß und Klein Unterhaltung und Information gleichermaßen bekamen. Das Naturschutzzentrum war mit seiner Kleinmosterei vor Ort, sodass Kinder jeden Schritt vom Apfel bis zum Saft mitverfolgen und selbst ausprobieren konnten.

Im idyllisch gelegenen Hof zwischen dem Restaurant, dem Gutshof und der St. Georgs-Kapelle – der kleinsten dreischiffigen Basilika nördlich der Alpen – gab es attraktive Angebote zum Mitmachen. Vom Filzen über Holzwerken bis zu Gartendeko basteln und eigenen Obstessig ansetzen war für jeden etwas dabei.

Der Star des Tages war natürlich der Apfel, der in vielen alten und auch neuen Sorten zur Verkostung bereit stand. Gartenbesitzer konnten sogar Äpfel ihres eigenen Baumes mitbringen und sie vom Apfelkundler oder „Pomologen“, so die Fachbezeichnung, Hans-Thomas Bosch, bestimmen lassen.

Da mancher Apfelbaumbesitzer nach vielen Jahren nicht mehr wusste, welche Sorte in seinem Garten wächst, konnte der Fachmann vom Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee weiterhelfen.

„Schau mal, da sind Berner Rosen“, freute sich eine Besucherin, als sie am Verkostungsstand leuchtend rote Äpfel sah. Neben dieser alten Schweizer Apfelsorte konnten Liebhaber des „Malus domestica“, wie der Kulturapfel fachmännisch genannt wird, bei der Bodeg weitere Hochstammsorten bestellen.

Und damit der gut anwächst, zeigte Markus Ellinger, Vorsitzender der „Bodeg“ und Naturparkranger in Personalunion, wie ein junger Baum richtig gepflanzt wird. Susanne Käppeler vom gleichnamigen Gutshof führte interessierte Besucher durch das Gebäude des uralten Gutshofes. Auch für die Kleinen hatte sie eine Überraschung parat. In der großen Spielscheune zwischen Strohballen und Holzpferd lud sie die jungen Besucher zu einer romantischen Märchenstunde ein.

Rustikale Spielmöglichkeiten

Apropos Kinder: sie schienen sich in dieser Naturidylle so richtig wohl zu fühlen. Das Toben im Stroh, das Holzpferd, die Tiere im Stall und in den Gehegen, eine alte Kutsche im Hof – mit offensichtlicher Hingabe nutzen die Kinder die rustikalen Spielmöglichkeiten.

Natürlich gab es auch Infos zu Streuobstwiesen beim Info-Mobil des Naturschutzzentrums. Außerdem gab es Bodeg-Produkte zu kaufen und ganz viel Leckeres vom Apfel zu probieren. Nur, der Apfelkuchen und die angebotenen Apfeltaschen waren schon zur Kaffeezeit restlos ausverkauft. Da war auch die von den Naturpark-Gastwirten neu kreierte leckere Naturpark-Wurst kein wirklicher Trost, zumindest nicht für echte Süßmäuler. Die konnten sich aber schadlos halten an dem frisch gepressten Birnen- und Apfelsaft, der kostenlos zu haben war.

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