Hippie und Ehrenzunftmeister lobt die Drogen

Lesedauer: 5 Min
 Roland Schank als Hippie lobt die Drogen.
Roland Schank als Hippie lobt die Drogen. (Foto: Karlheinz Kirchmaier)
Karlheinz Kirchmaier

Das Restaurant „Froben“ ist beim Narrenfrühschoppen mit Narrenreden bis auf den letzten Platz besetzt gewesen. Insgesamt acht Narrenredner machten dieses Jahr vor nichts und niemandem Halt. Eine Abordnung der Stadtkapelle unter Leitung von Michael Muffler sorgte für die musikalische Umrahmung des Frühschoppens und die Tuschs bei Pointen.

„De Schmotzig Dunschdig des isch der Tag, den I vu alle am liebschte mag“, eröffnete Zunftmeister Holger Schank den diesjährigen Narrenfrühschoppen. Nach der Begrüßung durch den Zunftmeister eröffnete „Kuno“ (Elisabeth Nabenhauer) die Reihe der Büttenredner. Kuno schaute vom Rathausturm weit in die Stadt hinaus und loscherte auch was gerade in der großen Politik alles so lauft.

Ex-Letzkopf und Ehrenzunftmeister Roland Schank stieg als Hippie in die Bütt. Er kam aus der Fuchsgasse und lobte unter anderem den dortigen Drogenladen. „I muss scho sage supergeil, was die biete kennet für mein Seeleheil. Marihuana auf Rezept, Hanf in alle Arte und s`Bescht ischt, me ka‘ s glei mitnehme und muss it wie beim Meder bis zum nächste Tag warte“. „In der Kürze liegt die Würze“, begann Manne Haug der Putenkönig aus Rohrdorf seine Rede und überschritt mit seinen Ratschlägen die Redezeit um eine Viertelstunde Er meinte: „Willst du in gehobene Kreise nei, kommst du am Katzenrat nicht vorbei. Doch Gott sei Dank bald ischt der ganze Rat in Frauenhand. Und ist der Katzenrat für dir zu schad, kannst du immer noch in den Gemeinderat!“

„Ein Mann mit Herz – ich weiß genau – das wünscht sich jede Frau. Eine einfühlsame, liebe, zahme und wenn das Herz nur ist im Name“, sagte Zunftmeister Schank dann Marcus Herz, den nächsten Büttenredner, an. Unter dem Motto „Me het wisse kenne“ erinnerte die Narren im Nachhinein daran, was sowohl im persönlichen als auch im politischen Bereich hätte besser laufen können.

Als Nächster stand zum zweiten Mal Dieter Jung in der Bütt, um seine Narretei zu zeigen. Er ist Meßkircher, pensionierter Lehrer und als Katze immer noch stark mit der Katzenzunft verbunden. Als Opa geht er in Meßkirch mit seinem Enkel öfters auf Tour und macht mit ihm einen auf Kultur. Eine Attraktion besonderer Art ist dabei unter anderem der Campus Galli bei Langenhart. Auch soll’s dort bald auch noch einen Campingplatz zum Zelten geben, verriet er

Auch die jetzige Altnarrenmutter Nikola Hahnke klärte neugierige Narren im Froben auf, aus wieviel Teilen und Stoffarten ihr Narrenkleid besteht.

Als Tourist in Meßkirch stellte sich Hansjörg Kraus vor. Kraus, der lange Jahre nicht mehr in Meßkirch wohnte, stellte bei einem Rundgang durch das Städtle zu seinem Erstaunen fest, dass der Löwen in der Hauptstraße geschlossen hatte und die Gaststätte Bären nur noch auf drei Krücken steht.

Auch der neue Petter Letzkopf Mathias Zembrod machte mit seiner Frau einen Besuch im „Froben“ .

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen