Herzerweichende Lieder vom vierstimmigen Männerchor

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 Der Männergesangverein „Eintracht“ erfreute die Besucher der Messe am Samstagabend in der Schwenninger Pfarrkirche St. Kolumban
Der Männergesangverein „Eintracht“ erfreute die Besucher der Messe am Samstagabend in der Schwenninger Pfarrkirche St. Kolumban mit weihnachtlichen Liedern. (Foto: Wilfried Koch)
Wilfried Koch

Im Zuge der Eucharistiefeier am Fest der Heiligen Familie, die vom Militärgeistlichen aus Stetten a.k.M., Pater Stefan Havlik festlich zelebriert wurde, hat der Männergesangverein „Eintracht“ mit seinem schon traditionellen Weihnachtssingen für einen weiteren gesanglichen Höhepunkt der Festtage gesorgt.

Der Leiter des Chores Wilfried Siber hatte ein Repertoire aus bekannten traditionellen Liedern sowie einigen neueren Titeln zusammengestellt, die durchweg „A capella“ gesungen bei den Kirchenbesuchern viel Zuspruch fanden. Die Kirchenorgel spielte Cordula Reinauer aus Heinstetten. Alle Kirchenbesucher sangen eingangs zusammen das „Nun freut euch, ihr Christen, singet Jubellieder“, die deutsche Version vom bekannten „Adeste, fideles“ des Jean Francois Borderies.

Der Chor begann beim Kyrie mit „Inmitten der Nacht“, einem der Hirtenlieder, die das Verkündigungsgeschehen auf dem Felde trefflich wiederspiegeln. Mit „Heilige Nacht“ beim Glorie und dem bekannten „Hallelujah“ von Leonard Cohen als Zwischengesang gelang es dem vierstimmigen Klangkörper von der Empore herab die festliche Freude zur Weihnachtszeit in bewegender Weise umzusetzen. Zur Gabenbereitung durften die Zuhörer „Stille Nacht“ nur von Tenören und Bässen intoniert erleben.

Die 24 Sänger bewegten die Herzen der Menschen besonders, als sie das großartige Lied des Südtiroler Sängers Oswald Sattler „Wie groß bist du?“, auch bekannt unter dem Titel „Oh großer Gott“ zum Sanctus erklingen ließen – ein wahres gesangliches Meisterwerk christlicher Verehrung des Herrn. Dass man Gebete auch singen kann und das auf eine besonders ansprechende Art und Weise konnten die Zuhörer an dem von Hanne Haller komponierten „Vater unser“ trefflich erleben.

Die Herbergssuche in Bethlehem stellten die Sänger mit der alpenländischen Volksweise „Wer klopfet an?“, einem Wechselgesang von Bässen und Tenören, dar. Gemeinsam sangen Chor und die Besucher der Messe das „Oh, du fröhliche“ zur Orgelbegleitung von Cordula Reinauer. Zum Schluss verlagerte der Männerchor seinen Auftritt von der Empore herab vor den Zelebrationsaltar und war somit für die Kirchenbesucher sichtbar geworden. Mit dem Marienlied „Ave Maria – Wenn ich ein Glöcklein wär“, bei dem Tenorsänger Gerhard Gutmann als Solist glänzte, fand das Weihnachtssingen der Eintracht einen großartigen, herzerweichenden Abschluss. Da kullerten manchem Zuhörer Tränen über die Wangen. Die 24 Sänger durften abschließend stehenden Applaus entgegennehmen vom dankbaren Publikum.

Eine Frau war sogar von Lübeck auf den Heuberg angereist, um den Auftritt mitzuerleben und wollte spontan eine CD der Eintracht erwerben. Diesen Wunsch konnten die Sänger der begeisterten Frau aber leider nicht erfüllen.

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