Sauldorf pflegt derzeit die Umwelt mit Renaturierungsmaßnahmen.
Sauldorf pflegt derzeit die Umwelt mit Renaturierungsmaßnahmen.

Die Verwaltung von Sauldorf setzt die Rückschnitte der Hecken entlang gemeindeeigener Gewässer fort. Vor zwei Jahren hat die Kommune damit begonnen, 2009 wurden die Arbeiten in einer Sitzung des Gemeinderats dem Gremium vorgestellt.

Abschnittsweise sollen die Gewässerrandstreifen von den wuchernden Hecken und Gehölzen befreit werden. Diese Rückschnitte müssen nach dem Naturschutzgesetz bis zum Beginn der Vogelbrutzeit am 1. März erledigt sein. Zurzeit zahle sich der Vorteil aus, dass der noch gefrorene Boden das Befahren mit schwerem Gerät ermögliche, so Sauldorfs Bürgermeister Wolfgang Sigrist.

Die Gewässerrandstreifen sind bereits nach den Entwicklungsplänen größtenteils wieder im Besitz der Kommune, so dass auch das Ziel einer Renaturierung nichts mehr im Wege stehen sollte. Auch die Ablach hat im Oberlauf durch ihre Begradigung und die Tieferlegung strukturellen und funktionellen Schaden erlitten.

Sigrist sieht durch die Pflegemaßnahme dem Umweltgedanken Rechnung getragen, da große Bäume nicht angetastet und nicht gefällt werden müssen. Die Gehölze und Hecken schlagen innerhalb von einem Jahr wieder aus, im Turnus von fünf bis zehn Jahren sollen die Rückschnitte wiederholt werden.

Für den Rübelisbach hat Wolfgang Sigrist beim Naturpark „Obere Donau“ in Abstimmung mit dem Fachbereich Umwelt im Landratsamt den Antrag zur Wiederansiedlung der „Kleinen Flussmuschel“ gestellt. Diese steht als streng geschützte Tierart, weil fast ausgestorben, unter dem Bundesartenschutzgesetz und damit auch der FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat) der Europäischen Union.

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