Flieger aus ganz Deutschland steuern Boll an

Lesedauer: 4 Min
Unter anderem aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Hessen steuern die Piloten den Sportflugplatz in Boll an.
Unter anderem aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Hessen steuern die Piloten den Sportflugplatz in Boll an. (Foto: Doris Futterer)

Bei perfektem Flugwetter hat am Wochenende das Flugplatzfest in Sauldorf-Boll stattgefunden. Die Kleinflugzeuge brummten am Himmel, am Boden brutzelte der Grill. 115 Starts und Landungen hat es alleine am Samstag auf dem Sportflugplatz gegeben. Aus allen Gegenden Deutschlands sind Piloten mit ihren Ultraleichtflugzeugen am Freitag und Samstag eingeflogen. Und während diese sich am Sonntag auf den Rückflug machten, genossen die Gäste aus der näheren Umgebung – mit dem Auto angereist – die besondere Atmosphäre auf dem Flugplatzgelände.

Für das vergangene Wochenende war deutschlandweit blauer Himmel vorhergesagt: Das ist für Ultraleichtflieger, die nur bei gutem Wetter unterwegs sind, eine willkommene Gelegenheit, weitere Kreise, weg von ihrem Heimatflugplatz, zu ziehen. Dass gleichzeitig in Boll das jährliche Fly-In stattfinden sollte, hatte sich schon herumgesprochen und entsprechende Verabredungen unter Piloten waren getroffen worden. An ein verlängertes Wochenende auf Helgoland, mit Rückflug über Sankt Peter Ording nach Mühldorf in Oberbayern, wurde so ein Zwischenstopp mit Übernachtung am Flugplatz in Boll angehängt. Andere waren von Höxter in Nordrhein-Westfalen, aus Dolmar in Thüringen oder aus Kassel in Hessen hergeflogen.

Bernd Ruof und Georg Stauffer waren in drei Flugstunden von Aalen-Elchingen gekommen und meinten: „Hier muss man unbedingt hin, der Platz hat eine besonders gemütliche Atmosphäre. Die Menschen hier sind nett und es kommen nette Leute her.“

Pilot aus Kassel schätzt die Fachgespräche

Stefan Damm aus Kassel war schon seit einer Woche in Österreich und Bayern unterwegs gewesen – seinen diesjährigen Besuch in Boll hatte er schon beim Fly-In 2015 fest versprochen: „Hier treffen sich viele Piloten von Flugzeugen aus den Anfängen der Ultraleichtfliegerei, die mit Mechanik gesteuert werden. Hightech-Flugzeuge mit hohen Reisegeschwindigkeiten sind hier nicht so häufig.“ Dies schätze er, weil sich dann eher interessante Fachgespräche ergeben. Die Nächte werden in Boll meistens ganz unkompliziert unter dem schützenden Dach einer Tragfläche im Zelt verbracht. Am Sonntagmorgen lockte dann auch in diesem Jahr wieder das vom Verein organisierte gemeinsame Fliegerfrühstück am Flugplatzstammtisch unter dem großen Sonnenschirm.

In drei Reihen waren die Flugzeuge am Samstag von der Start- und Landebahn bis hinunter zum Festplatz am Tower geparkt. Am Sonntag fiel diese Reihe kürzer aus, dafür war die Anzahl der geparkten Autos größer. Erwin Griesmeier, der Geschäftsführer des Sauldorf-Boller Deutschen Ultraleichtfliegerclubs, freute sich über die vielen Besucher. Er und der Vorsitzende Ekkehard Futterer berichteten, dass die vielen Flugbewegungen am Wochenende unfallfrei gemeistert wurden. Die wenigen Aktiven im Verein konnten ein harmonisches Fest mit aufwendiger Bewirtung veranstalten.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen