Firmen präsentieren sich als attraktive Ausbildungsstätten

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Susanne Grimm

Reger Betrieb hat an den Ständen der Regio-Messe am Wochenende in Meßkirch geherrscht. Einer der Schwerpunkte in den beiden Hallen und auf dem Stadthallenvorplatz war dieses Mal das Thema Ausbildung.

Die erfolgreiche Messe, die vom ehemaligen Leibertinger Bürgermeister Heinrich Güntner ins Leben gerufen worden war, gibt es mittlerweile seit 20 Jahren. Darauf machten Bruno Willusch, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Leibertingen, Heimrad Sauter, Vorsitzender des Gewerbe- und Handelsvereins (GHV) Meßkirch, sowie Meßkirchs Bürgermeister Arne Zwick bei der Eröffnung aufmerksam. Heinrich Güntner hatte seinerzeit die leer stehende Fabrik des Medizingeräteherstellers Almo in Leibertingen mit Leben erfüllt, indem er örtliche und regionale Gewerbetreibende von einer Leistungsschau überzeugte.

Donnernder Applaus für Zwick

Mittlerweile ist aus der Leistungsschau eine regionale Messe geworden, die in Kooperation mit dem GHV nach Meßkirch gezogen ist. Die Messe ist inzwischen zur „größten Leistungs- und Wirtschaftsschau im Landkreis Sigmaringen“ geworden, wie Arne Zwick hervorhob. „Dazu noch in der schönsten Stadt des Kreises“, merkte er mit schelmischem Augenaufschlag an – was die Meßkircher Besucher mit donnerndem Applaus bestätigten.

Anlässlich des Jubiläums warf der Vater der Regio-Messe, Heinrich Güntner, einen Blick zurück in die Zeit der Gründung, als der größte Betrieb Leibertingens seine Pforten schloss und Filialbetriebe weiterer Firmen wegbrachen. „Wir haben seinerzeit alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um neue Betriebe anzusiedeln, aber alles hat nichts genutzt“, sagte der Bürgermeister a.D. Mit dem Gedanken „Wir suchen mal die Hand am eigenen Arm“ sei dann die Blickrichtung auf das Vorhandene gefallen und in der Idee der lokalen Leistungsschau gemündet. Mit Meßkirch als idealem Partner habe sich die Veranstaltung zu dem entwickelt, was sie heute ist: eine Leistungsschau mit Strahlkraft, die nicht mehr wegzudenken ist und weit über die Region hinausreicht.

Heinrich Güntner drückte seine Freude über den Erfolg seines „Babys“ aus. Damit sei gelungen, Konkurrenten unter einen Hut zu bekommen und in Kooperationspartner zu verwandeln. „Das Miteinander hat sich bewährt“, sagte Güntner.

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels stand ein großer Teil der Messe unter der Maßgabe, Auszubildende zu gewinnen. Etliche Aussteller präsentierten sich am Samstag, der unter dem Motto „Tag der Ausbildung“ stand, als attraktive Ausbildungsstätten. Das Angebot reichte von der Polizei über die Krankenhäuser im Landkreis Sigmaringen bis hin zu den Acura-Kliniken Albstadt. Außerdem mit dabei: die Meßkircher Firma Bix, die Firma Stecher aus Sauldorf und der Balinger Waagenhersteller Bizerba.

Ein Blickfang war die riesige Agrarmaschinenausstellung, die auch für Garten- und Grundstücksbesitzer einiges zu bieten hatte. Vom ferngesteuerten Mähroboter bis hin zum 360 PS starken Traktor und elektrischen Nutzfahrzeugen mit Kipperfunktion gab es allerhand zu bestaunen. Darüber hinaus wurde den Besuchern ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm geboten. Hinzu kamen interessante Vorträge zu verschiedenen Themen. So ging es etwa darum, wie gehetzte Zeitgenossen aus der Stressfalle kommen oder wie aus schamanischer Sicht frühkindliche Erfahrungen Einfluss auf das weitere Leben nehmen.

Es gab also für jeden Geschmack, jeden Lebensstil und jeden Beruf etwas mitzunehmen. Zu guter Letzt spendeten die Vorsitzenden der beiden Gewerbevereine 400 Euro für den Meßkircher Waldkindergarten.

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