Feierlaune beim Waldfest in Rengetsweiler

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Tanja Japs

Beim 51. Waldfest in Rengetsweiler hat Daniel Riegger aus Heudorf am Sonntagnachmittag das Schaf „Bruno“ gewonnen. Beim bereits zum Tradition gewordenen Hammellauf machten in diesem Jahr rund 150 Personen mit. Das Spiel läuft so ab, dass jeder Teilnehmer so lange im Kreis läuft, bis ein Schuss ertönt. Derjenige, der sich zu diesem Zeitpunkt auf einer provisorisch errichteten Stufe befindet, hat gewonnen. Das Schaf stammt aus der Zucht von Judith Sarachella aus Riedetsweiler. Dieses hat einen Wert von 100 Euro und wurde ihr vom Verein abgekauft.

Die Zukunft von Schaf Bruno ist allerdings im Moment noch ungewiss. „Wir nehmen Bruno erst mal mit nach Hause und dann schauen wir weiter“, sagte Daniel Riegger nach der Verlosung. Viel Zeit für eine Entscheidung bleibt ihm allerdings nicht, denn wie die Züchterin erklärte, ist Bruno viereinhalb Monate alt und sollte bei einer eventuellen Schlachtung nicht älter als 6 Monate sein. „Ich nehme schon seit 51 Jahren beim Hammellauf teil und habe noch nie das Schaf gewonnen“, erzählte Margret Hafner aus Rengetsweiler.

Beim dreitägigen Festprogramm des Waldfestes kam jeder Besucher auf seine Kosten. Bereits am Samstag Abend herrschte im Festzelt beste Partystimmung. Die Musikkapelle Kolbingen sorgte sehr schnell dafür, dass sich die Plätze füllten. Beim böhmischen Traum standen bereits die ersten begeisterten Besucher auf den Bänken. Im Anschluss heizte dann die Alpenmafia kräftig ein, so dass die Gäste den Abend die meiste Zeit tanzend, singend und mit klatschend verbrachten. Monika Huber, die Vorsitzende des Vereins, zeigte sich mit der Resonanz des Festes bereits am Sonntag zufrieden. „Gestern Abend platzte das Zelt aus allen Nähten und ich habe mich sehr darüber gefreut, dass zahlreiche Besucher in diesem Jahr wieder einmal in Lederhosen und Dirndl gekommen sind.“

Das Bullenreiten ist nicht einfach

Den Auftakt zum Frühschoppen am Sonntag machte der Musikverein Menningen. Dieser wurde im Anschluss an das Mittagessen von der Musikkapelle Inzigkofen abgelöst, bevor am frühen Abend die Blaskapelle Peng für beste musikalische Unterhaltung sorgte. Der Tag stand ganz im Zeichen der Blasmusik. Zahlreiche Besucher, ob Jung, ob Alt, probierten sich beim Wettbewerb des Bull Riding aus. Sehr schnell mussten die Teilnehmer aber feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, sich beim Bullenreiten oben zu halten. Nichts desto trotz war es allemal den Spaß wert, den nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Zuschauer hatten.

Wer immer noch nicht genug vom Festen hatte, konnte am Montag Nachmittag noch einmal zum Feierabendhock das Waldfest besuchen und im Anschluss mit den Flotten Grenzlern sowie der Trachtenkapelle Oberuhldingen den Abend ausklingen lassen. Wieder einmal hat sich das Motto der Rengetsweiler Musiker bewährt. „Man soll die Feste feiern, wie sie fallen.“

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