Wild-Wings-Cheftrainer Paul Thompson (links) mit seinem neuen „Co“ Mike Flanagan vor dem frischen Eis in der Helios-Arena.
Wild-Wings-Cheftrainer Paul Thompson (links) mit seinem neuen „Co“ Mike Flanagan vor dem frischen Eis in der Helios-Arena. (Foto: Heinz Wittmann)
Heinz Wittmann

Bis auf Pat Cannone sind alle Spieler der Wild Wings am Neckarursprung eingetroffen. Diese Woche gab es einen Leistungstest. Fitnesstrainer Hendrik Kolbert ist sehr zufrieden. Am Samstag geht es aufs Eis.

Es herrscht jetzt so richtig Leben im Kraftraum und in den Katakomben der Helios-Arena. Die Wildschwäne sind wieder da. Bis auf Pat Cannone vom ERC Ingolstadt, der in seiner Heimat USA noch bei einer Hochzeit eingeladen ist und deshalb ein paar Tage später in Schwenningen eintreffen wird, sind alle Mann an Bord. Fitnesstrainer Kolbert führte einen ersten Teil der Leistungstests bezüglich Schnellkraft und Sprints durch. „Ich bin zufrieden, dass waren teils sehr gute Resultate“, sagte Kolbert. Es folgen noch Laktatteste auf dem Ergometer und die medizinischen Untersuchungen in der Uniklinik Freiburg.

Gut haben es die jungen Spieler. Kai Herpich, Daniel Pfaffengut, Maximilian Hadraschek, Ilya Sharipov und Marcel Kurth, sie haben alle schon in der vergangenen Woche die Tests hinter sich gebracht und konnten entspannt Tischtennis spielen. „Kai Herpich ist besonders fit“, hat auch Cheftrainer Paul Thompson schon mit Freude vernommen. „Ich habe Urlaub auf der Insel Kos gemacht, ansonsten aber hart trainiert“, freut sich Stürmereigengewächs Herpich über seine guten Werte.

Offiziell wird Chefcoach Thompson seine Mannen erstmals am Montag, 5. August, auf das frisch gemachte Eis der Helios-Arena bitten. „Wir werden am Montag vormittags und nachmittags trainieren“, verrät der Engländer, der eigentlich bereits am Montagmorgen nach Schwenningen kommen wollte. Sein Flug aus seiner Heimat Birmingham nach Stuttgart fiel aber aus, so dass er erst am Abend am Neckarursprung eintraf. Pünktlich brachte hingegen der Flieger den neuen Wild-Wings-Co-Trainer Mike Flanagan von Virginia Beach (USA) nach Zürich. „Mein erster Eindruck von Schwenningen ist sehr positiv. Alles läuft professionell ab“, so Flanagan, der zuletzt Assistenztrainer bei den Nürnberg Ice Tigers war. Thompson und Flanagan kennen sich zwar bereits, haben aber dennoch in den nächsten Tagen viel zu besprechen.

Selbstverständlich waren sie und das Team am Freitag auch beim Golfturnier in Königsfeld am Start. „Wir hatten eine Rekordanmeldezahl von 140 Sponsoren“, machte der neue Wild-Wings-Pressesprecher Kai Blandin klar, dass auch die betuchteren SERC-Anhänger heiß auf die neue Mannschaft sind. Die Golfveranstaltung wurde von einem der prominentesten Fans der Wild Wings, dem Fernsehanwalt Ingo Lenßen, moderiert.

Apropos Pressesprecher: Der ehemals in dieser Funktion stehende Oliver Bauer dementierte Gerüchte, wonach er Geschäftsführer bei den Wild Wings werden wollte und er deshalb die Schwäne verlässt, weil Christoph Sandner eingestellt wurde. „Das hat damit nichts zu tun, ich will einfach was neues machen“, so Bauer, der laut eigener Aussage aber noch bis Oktober bei den Wild Wings bleiben wird. In welcher Branche er künftig beruflich tätig ist, darüber hüllte sich Bauer in Schweigen.

Eine ungewöhnliche Anreise hatte übrigens Stürmer Markus Poukkula. Der Finne fuhr über 2000 Kilometer allein aus seiner Heimat mit dem Auto. Frau und Kinder reisen in einigen Wochen per Flugzeug nach. „Ich wünsche mir eine verletzungsfreie Saison in Schwenningen“, so der Stürmer, der immer wieder von argen Blessuren gebeutelt wird. Am Samstag, 3. August, ist „Media-Day“ in der Helios-Arena, da wird unter anderem das offizielle Mannschaftsfoto geschossen. Für die Spieler wird sich da kaum Zeit finden, ihre Ausrüstung auf dem Eis ein wenig einzuweihen. Dies sollte dann aber anderntags möglich sein. Das erste offizielle Eistraining mit den Fans steigt am 9. August, 18.30 Uhr, samt einiger Wettbewerbe. Das erste Testspiel der Schwenninger findet am Sonntag, 11. August, 18 Uhr, beim Zweitligisten Bietigheim Steelers statt.

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