Förderverein „Zukunft für Kinder in Afrika“ stellt sich neu auf

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 Das neue Leitungsteam des Fördervereins nimmt seine Arbeit auf: Martina Mogg (von links), Birgit Braun, Bernhard Fröhlich, Karl
Das neue Leitungsteam des Fördervereins nimmt seine Arbeit auf: Martina Mogg (von links), Birgit Braun, Bernhard Fröhlich, Karl-Peter Neusch und Kathrin Wetzel – im Hintergrund steht Dekan Christoph Neubrand, Pfarradministrator der Seelsorgeeinheit Heuberg-St. Barbara, . (Foto: Privat)

Mit einer neuen Führungsmannschaft stellt sich der Förderverein „Zukunft für Kinder in Afrika“ neuen Aufgaben und Projekten. Bei einer Mitgliederversammlung im „Haus der Begegnung“ in Stetten am kalten Markt haben die Verantwortlichen dem Verein eine neue Struktur hinsichtlich Zusammensetzung und Verantwortlichkeiten gegeben. Das seit 14 Jahren bewährte Vorstandsteam um die Vorsitzende Claudia Mogg hatte in den vergangenen Monaten schon die Weichen für eine komplette Umbesetzung gestellt und potentielle Kandidaten für einen möglichst reibungslosen Übergang angesprochen.

Claudia Mogg zeigte sich erfreut und erleichtert, dass es gelungen sei, motivierte Mitstreiter zu gewinnen, die sich zur Übernahme einer Führungsaufgabe im Verein bereit erklärt hätten. Erleichtert wurde der Wechsel sicher auch durch die einstimmige Verabschiedung einer Satzungsänderung zur Bildung der angestrebten neuen Führungsstruktur. Statt der starren Zuständigkeit und der hierarchischen Aufteilung mit Vorsitzendem und Stellvertreter, wird künftig ein aus bis zu sechs gleichberechtigten Vereinsmitgliedern bestehendes Leitungsteam die Geschicke des Vereins bestimmen und die anstehenden Aufgaben verteilen und koordinieren.

Rückblick des alten Vorstands

In ihrem Rückblick ging Claudia Mogg auf die positive Entwicklung der vergangenen zwei Jahre ein, die von einer Neuausrichtung der Förderaktivitäten geprägt war. Nachdem der Kontakt zu der seit vielen Jahren geförderten Mauritiusschule in Uganda abgebrochen war, begab man sich auf die Suche nach neuen förderungswürdigen Projekten in Afrika und stieß recht schnell auf das Kinderdorfprojekt „Human Dreams“ in Tansania, das von Nicole Mtawa zusammen mit Freunden aus Schwäbisch Gmünd 2010 gegründet wurde.

Das Kinderdorf hat sich zum Ziel gesetzt, bis zu 30 pflegebedürftigen Waisenkindern, die in Tansania und in weiten Teilen Afrikas unter katastrophalen Zuständen leben müssen, ein neues zu Hause schenken, wo sie aufgenommen, gepflegt und gefördert werden. Der Kontakt kam durch Kathrin Wetzel aus Glashütte zustande, die schon mehrfach das Kinderdorf besucht und als Freiwillige auch bei der Betreuung mitgeholfen hat. Kathrin Wetzel war es auch, die den anwesenden Mitgliedern das neue Projekt von Nicole Mtawa vorstellte, das der Förderverein finanziell unterstützen möchte – den Bau einer Kindertagesstätte für 50 schwerstbehinderte Halbwaisen. Die Kinder sollen dort tagsüber therapeutisch und schulisch gefördert und betreut werden, während die Eltern dadurch die Möglichkeit bekommen, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Der Förderverein hat quasi als Starthilfe bereits 25 000 Euro für das Kindertagesstättenprojekt überwiesen. Wichtig für den Verein sei es, Transparenz über die Verwendung der Gelder zu haben, was aber, auch aufgrund der persönlichen engen Kontakte, auf jeden Fall gewährleistet sei. Ein weiteres Anliegen sei es, auch die neu hinzugekommenen Gemeinden der Seelsorgeeinheit Heuberg-St. Barbara mit ins Boot zu nehmen und für das Kinderprojekt zu begeistern. Hierzu soll im Herbst ein Informationsabend mit der Gründerin von „Human Dreams“ Nicole Mtawa stattfinden.

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