Eröffnung der Klosterstadt verschiebt sich

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Bert M. Geurten muss sich noch etwas länger gedulden als geplant. Die Klosterstart eröffnet erst am 22. Juni. (Foto: Archiv)
Schwäbische Zeitung
Corinna Wolber
Redakteurin

Wenn's mal wieder länger dauert: Die Klosterstadt eröffnet einen weiteren Monat später als geplant. Nachdem sich der Termin bereits von April auf Mai dieses Jahres verschoben hatte, wurde er nun auf den 22. Juni festgesetzt. Hintergrund ist, dass sich das Genehmigungsverfahren durch das Regierungspräsidium etwas länger hingezogen hat als erhofft. "Wir hatten Mitte Dezember mit dem Abschluss des Raumordnungsverfahrens gerechnet", sagt Bert M. Geurten. "Dieser Monat fehlt uns jetzt." Es sei unmöglich gewesen, vor der Genehmigung aktiv zu werden. "Wir mussten die Zustimmung zwingend abwarten, ansonsten wären die Zuschüsse in Gefahr gewesen."

Ein Beinbruch ist das aus Geurtens Sicht aber nicht. "Wir werden dieses Jahr bis Mitte November öffnen, das sind ja noch fast fünf Monate." Er habe bereits einige Anmeldungen von Besuchergruppen aus mehreren Ecken Deutschlands, die aber ohnehin alle erst im Juli oder August kommen wollen. Auch im Rathaus ist wegen der Verzögerung von Hektik keine Spur, die Einladungen zur offiziellen Eröffnung wurden ohnehin noch nicht verschickt. "Und bis jetzt ist ja auch noch niemand fest angestellt", sagt Bürgermeister Arne Zwick. Eigentlich hätte der Verwaltungsapparat Ende Januar ins Rollen gebracht werden sollen, "das haben wir jetzt gerade noch rechtzeitig gestoppt".

Für die künftigen Angestellten von Campus Galli ist die Verschiebung der Eröffnung aber natürlich gleichbedeutend mit einer Verschiebung ihres offiziellen Arbeitsbeginns. "Für sie geht es nun entsprechend später los", sagt Geurten. Ob am 1. oder am 15. Mai, wisse er allerdings noch nicht genau. "Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust." Aus praktischer Sicht sei der frühere Eintrittstermin besser, "denn ich will ja, dass wir wirklich durchstarten können und es dann zur Eröffnung auch schon halbwegs rund läuft". Der kaufmännische Blick auf die Dinge sei aber natürlich ein eher sparsamer.

Zwick hat sich in der Zwischenzeit mit einem Schreiben an die künftigen Mitarbeiter der Klosterstadt gewandt, in dem er ihnen den 22. Juni als Starttermin zusichert. "Die Leute müssen ja Bescheid wissen", sagt er. Einige von ihnen hätten noch andere Jobs, die sie eigens kündigen würden. "Wir können nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass da jemand Probleme bekommt. Die Mitarbeiter brauchen Sicherheit." Er räumt ein, dass die Stadt vielleicht etwas zu optimistisch geplant habe. "Aber wir wollen ja auch optimistisch sein."

Bert M. Geurten nimmt das Ganze mit Humor. "Jetzt drucken wir eben den dritten Prospekt", sagt er. Auf dem ersten stand April als Eröffnungsmonat, auf dem zweiten Mai, nun kommt eben noch einer mit Juni heraus. "Bei einem Projekt, das auf 40 Jahre angelegt ist, kommt es auf 40 Tage auch nicht mehr an."

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