Drei Feuerwehren arbeiten Hand in Hand

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 Die Jugendfeuerwehr spielt die Schulkinder.
Die Jugendfeuerwehr spielt die Schulkinder. (Foto: Wilfried Koch)
Wilfried Koch

Seit dem Jahr 1997 treffen sich die drei Feuerwehren Irndorf (Kreis Tuttlingen), Heinstetten (Zollernalbkreis) und Schwenningen (Kreis Sigmaringen) alle zwei Jahre zu einer gemeinsamen Übung. Vergangenen Freitag fand sie diesmal bei der Nachbarschaftsgrundschule in Schwenningen statt.

Unter den Beobachtern waren Kreisbrandmeister Andreas Narr vom Kreis Tuttlingen, Heinstettens Ortsvorsteher Thomas Deufel, Irndorfs Bürgermeister Jürgen Frank sowie Schwenningens Bürgermeisterin Roswitha Beck mit Gemeinderäten. Auch die Mitglieder der Altersabteilung der Schwenninger Wehr und zahlreiche Anwohner wollten sich die Großübung nicht entgehen lassen. Angenommen wurde ein Brand, der sich durch Schweißarbeiten im Heizungskeller des Gebäudes entzündete und dessen Rauch sich schnell bis in den Flur der Schule ausdehnen konnte. Die Schule war deshalb stark verraucht, sodass die 20 anwesenden Schulkinder (dargestellt von Mädchen und Jungen der Schwenninger Jugendfeuerwehr) das Gebäude nicht mehr über den eigentlichen Fluchtweg verlassen konnten. Rauchmelder alarmierten alle eingeschlossenen Personen, der Brand wurde an die Leitstelle gemeldet. Nach der Alarmierung der Wehren trafen diese innerhalb weniger Minuten am Schulgebäude ein. Einsatzleiter war der Kommandant der Schwenninger Wehr, Marcus Siber.

Insgesamt waren 57 Wehrleute vor Ort. Alle drei Wehren retteten die eingeschlossenen Schüler über ihre Leitern, unter Einsatz von Atemschutzgeräteträgern konnte der Brand gelöscht werden.

Vom Mannschaftstransportwagen (MTW) der heimischen Wehr aus wurde die Übung geführt, wobei der frühere Kommandant der Schwenninger Wehr, Hubert Siber, alle Vorkommnisse dokumentierte. Anschließend erfolgte die Besprechung der abgehaltenen Übung im Feuerwehrmagazin. Mit der Schule habe man dieses Jahr bewusst ein anspruchsvolles Objekt für diese Traditionsübung ausgewählt. „Im Ernstfall müssten wir nicht nur Schüler und Lehrer retten, sondern auch die Eltern fernhalten“, stellte Marcus Siber, der auch stellvertretender Kreisbrandmeister ist, fest. Durch die Arbeitsteilung in drei Abschnitte habe jede Wehr ihre eigene Aufgabe gehabt. Heinstetten ging direkt unter Atemschutz von der Westseite aus in den Technikraum, Irndorf nahm den Weg über das Schwimmbad und Schwenningen suchte den Weg durchs Schulgebäude.

Bürgermeisterin Roswitha Beck lobte die Zusammenarbeit der Floriansjünger und spendierte aus der Gemeindekasse ein Abendessen. Kreisbrandmeister Andreas Narr stellte lobend fest: „Die Landkreisgrenze ist zwar oft ein Hindernis, aber bei den Feuerwehren klappt die Zusammenarbeit. Im Bereich der Gefahrenabwehr sei dieses gemeinsame Schaffen sehr wichtig, ergänzte er. Die nächste Drei-Länder-Übung ist für 2021 in Heinstetten geplant.

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