Der Grundstücksmarkt boomt

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 Stellen das Häuser- und Grundstücksangebot der Region Meßkirch vor: Carsten Knaus (v.l.), Vorstandsmitglied der Sparkasse Pfull
Stellen das Häuser- und Grundstücksangebot der Region Meßkirch vor: Carsten Knaus (v.l.), Vorstandsmitglied der Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch, Martin Stehmer vom Stadtbauamt Meßkirch, Leibertingens Bürgermeister Armin Reitze, Günther Hermann, Kämmerer von Sauldorf sowie Madeleine Spengler, LBS-Immobilien und Martin Henkenius, Regionaldirektor der Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch. (Foto: Susanne Grimm)
Susanne Grimm

Aktuelle Baugebiete und Gebrauchtimmobilien in der Region - darüber informiert die Sparkasse Meßkirch gemeinsam mit der Stadt Meßkirch und den Gemeinden Sauldorf und Leibertingen bei ihrer aktuellen Immobilienausstellung. In den kommenden Wochen bietet diese in der Hauptstelle der Sparkasse Meßkirch einen Überblick für künftige Bauherren und Kaufinteressierte.

Am Eröffnungstag der Immobilienausstellung wird klar: Die Nachfrage nach Häusern ist groß. Über das kommunale Angebot an Wohnbauflächen informierten Martin Stehmer, Hauptamtsleiter der Stadt Meßkirch, Armin Reitze, Bürgermeister von Leibertingen, Günther Hermann, Kämmerer von Sauldorf, Carsten Knaus, Vorstandsmitglied der Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch, Martin Henkenius, Regionaldirektor der Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch, sowie Madeleine Spengler und Siegfried Wetter, LBS Immobilien.Auch die Vertreter der Gemeinden berichteten von ungebrochenem Interesse an Baugrund. Rund 100 Bauplätze insgesamt konnten die anwesenden Kommunalvertreter vorstellen, wobei „für jeden Bedarf etwas dabei ist“, so Carsten Knaus.

Auch bei den Gebrauchtimmobilien gebe es ein großes Spektrum, hob Siegfried Wetter hervor, zumal das „Hinterland“ des Bodenseeraums, also die hiesige Region, aufgrund der Ressourcenknappheit rund um den See immer mehr an Wertigkeit gewinnt. Er berichtete von 60 verkauften Immobilien im Jahr 2018 allein in der Region. Kämmerer Hermann aus Sauldorf sprach von überdurchschnittlichen Zahlen, die seit 2017 „kontinuierlich nach oben gehen“. Binnen von 12 Monaten seien 80 Prozent der vorhandenen Baugrundstücke verkauft worden. Derzeit seien in Boll gerade noch drei Plätze zu einem Quadratmeterpreis von rund 42 Euro frei, wovon einer schon reserviert sei.

Im Baugebiet Tannäcker in Rast sind von den 18 noch vorhandenen Grundstücken noch neun zu einem Preis von 40,56 Euro zu haben. In Meßkirch selbst liegen die Preise der acht städtischen Grundstücke im Engelswieser Weg bei 120 Euro pro voll erschlossenem Quadratmeter. Im Ortsteil Rohrdorf sind noch Flächen zu einem Preis von 85 Euro pro Quadratmeter zu haben. Der gleiche Preis gilt in Rengetsweiler im Baugebiet „Am Jordanbach“. Dort sind noch neun Grundstücke frei.

Auch in Leibertingen und Kreenheinstetten steigt die Nachfrage nach Baugrund stetig, wie Bürgermeister Armin Reitze berichtet. Deshalb habe die Gemeinde vor zwei Jahren zwei neue Baugebiete ausgewiesen. Allerdings steige mit dem Grundstücksverkauf nicht die Einwohnerzahl. Diese stagniere, stattdessen erhöhe sich der Flächenverbrauch pro Einwohner. Deshalb sei es schmerzhaft, neue Baugebiete auszuweisen, sagte Reitze.

Die Gründe für den Grundstücks- und Bauboom sehen die Bank- und Immobilienfachleute im derzeit immer noch sehr niedrigen Zinsniveau und dem Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen. Der Pferdefuß an der günstigen Baufinanzierung seien allerdings die steigenden Baukosten. Allein die Kosten für die Erdarbeiten seien in letzter Zeit um gute 6,5 Prozent hochgegangen. „Diese Teuerungen können bei manchem Bauherren die Zinseinsparungen auffressen“, meinte Knaus.

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