Das Fliesen des Schwimmbads wird jetzt 200 000 Euro teurer

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 Fliesen ist eine aufwendige, teure Arbeit.
Fliesen ist eine aufwendige, teure Arbeit. (Foto: Archiv: Markus Scholz)
Redakteur Sigmaringen

Böses Erwachen bei der zweiten Ausschreibung der Fliesenarbeiten für das Meßkircher Hallenbad: Das Fliesen des Schwimmbads kostet inzwischen etwa 200 000 Euro mehr, als bei der Kostenschätzung 2016 errechnet.

Zähneknirschend stimmten die Stadträte trotzdem einstimmig der Vergabe an die Bad Saulgauer Firma Reiser zum Angebotspreis von knapp 404 000 Euro zu, um die Arbeiten nicht weiter zu verzögern und damit man im September das Bad wieder öffnen könne.

Ursprünglich war geplant, die Arbeiten in zwei Bauabschnitten auszuschreiben. Bei der ersten Ausschreibung war allerdings kein Angebot abgegeben worden. 2016 waren für die Fliesenarbeiten knapp 170 000 Euro veranschlagt worden, zuzüglich von Estricharbeiten im Beckenbodenbereich von knapp 13 000 Euro. Das ergab eine Summe von gut 182 000 Euro. Würden die Kostensteigerungen der vergangenen Jahre hinzugerechnet, kam man für 2019 auf rund 211 000 Euro.

Martin Niederwolfsgruber vom Hochbauamt erläuterte die Preissteigerung. Bei der Berechnung 2016 habe man die eine oder andere Sache zu gering geschätzt. Zusätzliche Arbeiten seien überdies erst nach dem Entfernen der alten Fliesen entdeckt worden. So gebe es Risse im Beckenboden. Das Bad, das in den 70er-Jahren gebaut wurde, bedürfe einer Spezialabdichtung, weil seinerzeit kein wasserundurchlässiger Beton verwendet wurde. Stadtkämmerer Joachim Buuk verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Mehrkosten noch nicht finanziert seien.

Auch bei der zweiten Ausschreibung hatte es nur zwei Angebote gegeben und der ´neben der Firma Reiser zweite Bieter hatte ein Angebot in Höhe von fast 638 000 Euro abgegeben, das wären im Vergleich zum Angebot der Firma Reiser fast 60 Prozent mehr.Sowohl Niederwolfsgruber wie auch Bürgermeister Arne Zwick betonten, dass die Referenzen der Firma Reiser aus den vergangenen fünf Jahren, die unter anderem in Hallenbädern in Riedlingen, Bad Saulgau und Biberach gearbeitet hätte, ausgezeichnet wären und die Auftraggeber auf Nachfrage sich sehr zufrieden mit der Arbeit und den Preisen gezeigt hätten.

Christel Golz (CDU) meinte, die Preissteigerung sei zwar ein Schlag, schlimmer aber wäre es gewesen, wieder überhaupt kein Angebot zu bekommen. „Wenn wir im September wieder öffnen wollen, müssen wir Gas geben“, sagte sie und deshalb solle man dem Angebot zustimmen. Insa Bix (CDU) fragte, ob es nicht eine Alternative sei, ein schon einmal verworfenes Edelstahlbecken einzubauen. Dazu erwiderte Zwick, ein Edelstahlbecken sei vermutlich immer noch etwas teurer. Ferner verliere man durch die Umplanung etwa ein halbes Jahr und überdies müssten bei einem Wechsel zu einem Stahlbecken alle Anschlüsse neu geplant werden. Stadtrat Joachim Bach (FWV) vergewisserte sich noch einmal, dass die Firma Reiser die Arbeiten auch termingerecht ausführen könne und Zwick bestätigte, dass ein fester Zeitplan vorhanden sei.

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