Bilanz der Zweisamkeit fällt eher negativ aus

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 Der Haussegen hängt nach längerer Ehe schief.
Der Haussegen hängt nach längerer Ehe schief. (Foto: Tournee-Theater)
Schwäbische Zeitung

Ein bestens aufgelegtes Publikum hat es bei den „Illusionen einer Ehe“, pointenreich dargestellt vom Tournee-Theater Stuttgart, gegeben.

Die französische Komödie des mehrfach ausgezeichneten zeitgenössischen Autors Eris Assous brachte überraschende Dialoge und Esprit in den Schlosskeller.

Die beiden Protagonisten, Ada und Felix, sind nicht mehr ganz frisch verheiratet. Beide erlauben sich den einen oder anderen Fehltritt in Sachen ehelicher Treue. An einem unauffälligen Morgen kommt es plötzlich zum Showdown, als sich beide die Anzahl der außerehelichen Begegnungen vorwerfen. Als Felix‘ bester Freund in die Gemengelage verwickelt wird, ergeben sich unerwartete weitere Kombinationen.

Es gelingt dem Tournee-Theater Stuttgart, das ursprüngliche französische Setting in eine schwäbische Szenerie zu verlegen und daraus zusätzlichen Charme zu ziehen. Der rassige Liebhaber wird zu Günther aus Ludwigsburg, und anstelle von Pariser Boutiquen vergnügt sich Ada im Shoppingrausch im Kaufhaus Breuninger.

Somit wurde es für Darsteller und Publikum zugleich ein vergnüglicher Abend bei der Museumsgesellschaft Meßkirch.

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