Beim Steinbildhauen kann man sich selbst finden

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Zum Abschluss des Kurses gibt es eine kleine Vernissage.
Zum Abschluss des Kurses gibt es eine kleine Vernissage. (Foto: Beatrix Speker)

Unter der Leitung von Steinhauer Erich Briel haben sich kürzlich acht Frauen und drei Männer im Fabrikle in Hausen im Tal zu einem Steinhauerkurs getroffen. Unter ihnen waren auch zwei Gäste aus dem Irak, die beide mit sehr viel Engagement und Freude dabei waren.

Den Focus auf den Stein legen, eigene Ideen finden und sich selbst begegnen, waren die einzigen Vorgaben. „In dem 140 Millionen alten Jurastein kann man sich bei der Arbeit selbst begegnen“ inspirierte Briel die Teilnehmer zu Beginn des Kurses. „Es ist mehr als nur Steine klopfen, vielmehr kann es ein Spiegel für jede Persönlichkeit sein“ führte er weiter aus.

Auf unterschiedliche Weisen gingen die Kursteilnehmer an die Arbeit. Für die Anfänger war es ein langsamer Prozess des Motivfindens und des Widerstandsbrechens um den Stein zu bearbeiten.

Die „Wiederholungstäter“ gingen meist schon mit konkreten Vorstellungen ans Werk. Auf jeden Fall sahen die Kunstjünger mehr als „nur Steine klopfen“ in ihrer Arbeit. Vielmehr sei es „etwas Wertvolles und Süchtiges“ stellte eine Teilnehmerin fest.

Bei einer kleinen Vernissage am Ende der Kurswoche konnten die Künstler ihre Werke Gästen vorstellen. Musikalisch umrahmt wurde die kleine Feier von Ahmad Khidhir mit seiner Gitarre. Für das leibliche Wohl sorgte jeder selbst: Die Teilnehmer konnten sich einen eigenen Flammkuchen im von Erich Briel gebauten Pizzaofen backen.

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