Auswärtige Kinder finden keinen Platz mehr

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 Simone Mauch (links) als Leiterin des Kindergartens Schwenningen und Ina Brehm als Geschäftsführerin der katholischen Verrechnu
Simone Mauch (links) als Leiterin des Kindergartens Schwenningen und Ina Brehm als Geschäftsführerin der katholischen Verrechnungsstelle in Sigmaringen informieren den Gemeinderat über aktuelle Entwicklungen rund um St. Raphael. (Foto: Wilfried Koch)
Wilfried Koch

Die Geschäftsführerin der katholischen Verrechnungsstelle Sigmaringen, Ina Brehm, hat dem Gemeinderat ein sich abzeichnendes Raumproblem geschildert. Bedingt durch geburtenstarke Jahrgänge und Zuzüge von Familien mit Kleinkindern ist die Aufnahmekapazität des katholischen Kindergartens St. Raphael in Schwenningen erreicht.

„Die kommenden Jahre werden für uns schwierig, vor allem ab 2020 wird es richtig eng“, so Brehm. Sie bat das Gremium um Prüfung, ob ein zusätzlicher Raum in der Nähe des Kindergartens zur Verfügung gestellt werden kann. Als Alternative könnte man an die Aufstellung eines Containers denken, wobei sie andere Möglichkeiten der Unterbringung klar favorisierte. Dann könnte der Kindi eine Ü3-Gruppe auslagern. Wichtig sei auf jeden Fall die räumliche Nähe zum Kindergarten.

Bürgermeisterin Roswitha Beck sagte dazu: „Wir sind wirklich offen und flexibel, aber derzeit sind wir leider übervoll und können die Anfragen von auswärts nicht aufnehmen“. Der geburtenstarke Jahrgang 2016/17 mit 24 Kindern stellt die Kommune vor diese Aufgabe. Sie meinte, es gebe schon Möglichkeiten rund um den Kindi wie beispielsweise einen Raum im Pavillon der Schule oder im Pfarrhaus oder im Pfarrheim Don Bosco. Ina Brehm informierte, dass die Entscheidung des Gemeinderates mit den Fachbehörden wie dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) oder dem Gesundheitsamt abgestimmt werden müsse.

Die Leiterin des Kindergartens, Simone Mauch, hatte zuvor das Gremium über die Ereignisse der vergangenen zwölf Monate in St. Raphael informiert. Die Ganztagesbetreuung mit Mittagessen werde von neun Kindern in Anspruch genommen. Aus verschiedenen Gründen musste man immer wieder längere Personalausfälle kompensieren. Erst seit September 2018 habe man den Mindestpersonalschlüssel erreicht.

Auch 2019 stünden wieder personelle Veränderungen bevor. „Unser pädagogisches Konzept besteht in der Vermittlung einer ganzheitlichen Erziehung mit dem Aufbau von sozialem und emotionalen Verhalten, im kognitiven Bereich, der Sprache sowie der Förderung der Motorik“, erklärte die Chefin vom Kindergarten. Außerdem wolle das Kindi-Team den Bildungsauftrag erfüllen und die Kinder ganz gezielt auf die Schule vorbereiten. Mit den Großen vom Kindi geht es alljährlich auf Exkursionen zu Feuerwehr, Arzt, Polizei und anderen.

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