Amtseinsetzung: Nach 32 Jahren ist Raphael Osmakowski-Miller der erste Bürgermeister in Beuron, der wiedergewählt wird

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 Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller wird zu seiner zweiten Amtsperiode begrüßt.
Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller wird zu seiner zweiten Amtsperiode begrüßt. (Foto: Vera Romeu)
Vera Romeu

Viele Gäste und einen lang anhaltenden Applaus nach der offiziellen Verpflichtung haben die Gemeinderatssitzung mit Amtseinsetzung von Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller im Tobelhaus zu einem Fest gemacht. Mit viel Humor stellte er fest, dass er seit 32 Jahren der erste Bürgermeister in Beuron ist, der ein zweites Mal verpflichtet wird. Seine Visionen und sein erfolgreiches Handeln in der ersten Amtsperiode wurden von allen Rednern gelobt.

Der Stellvertretende Bürgermeister Hans-Peter Wolf sprach für die Gemeinde. Für große Projekte brauche es eine starke Gemeinschaft. „Als sich Raphael Osmakowski-Miller vor acht Jahren als Kandidat vorstellte und nebenher noch eine große Narrenzunft führte, wussten wir: Er kann eine große Gemeinschaft führen“, sagte Wolf. Gemeinhin heiße es, Erfolg sei kein Zufall, sondern Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen. Blut habe es nicht gegeben aber Visionen, die trotz aller Unwägbarkeiten umgesetzt wurden. Und weil es in diesem Sinne so weitergehen solle: „Haben wir ihn wieder gewählt“, erklärt Wolf. Er verpflichtete Bürgermeister Osmakowski-Miller für die zweite Amtszeit. Der Bürgermeister sprach die offizielle Formel und fügte hinzu: „So wahr mir Gott helfe.“

Landrätin Stefanie Bürkle erinnerte an den ersten Wahlkampf, in dem es einen Mitbewerber und eine Flugblattaktion gegeben hatte. Manche Beuroner seien da skeptisch gewesen. „92 Prozent Stimmen ist ein Auf-Hände-Tragen und die Aufforderung weiter zu machen“, sagte Bürkle. Und fügte hinzu: „Die Leute mögen Sie. Das war schon am Wahlabend und ist heute Abend beeindruckend“, stellte sie fest. Sie lobte seine Vorgehensweise als Bürgermeister und erinnerte, wie er zuerst die drängenden aber eher unsichtbaren Aufgaben wie Kläranlage, Druckleitung und neues Wasserwerk angepackt hatte. Dann habe er Visionen entwickelt. „Und das ist nicht leicht in einer Gemeinde mit 700 Einwohnern und 70 000 Euro Rücklagen“, sagte Landrätin Bürkle. Inzwischen habe die Donautal-Gemeinde 1,2 Millionen Euro Rücklagen, nur 125 000 Euro Schulden. Dazu sei es Bürgermeister Osmakowski-Miller wie kein anderer Bürgermeister im Landkreis gelungen, viele Zuschüsse in seine Gemeinde zu holen.

Landtagsabgeordneter Klaus Burger ging auf die kommunale Selbstverwaltung ein, die mit der Landesverfassung eingeführt wurde. Dazu brauche es gute Bürgermeister. Osmakowski-Miller sei ein Mann der Worte: Sein Telefon sei immer belegt, weil er Kontakt intensiv pflege.

Diana Miko sprach im Namen der Vereine und der Feuerwehr. Sie lobte seine Hartnäckigkeit und sein Durchhaltevermögen, sowie sein Engagement für die Vereine. Er habe auf seinem ersten Wahlkampf-Flyer angekündigt, dass ihm die Vereine wichtig seien und sein Versprechen gehalten.

Bürgermeister Osmakowski-Miller dankte allen sichtlich bewegt: seiner Familie, der Landrätin, den Bürgermeistern im Landkreis, den Planern, den Gemeinde-Mitarbeitern. Er kündigte an: In den nächsten Jahren werden 20 Millionen Euro in der Gemeinde mit 650 Einwohnern investiert. Und schloss mit einem Seitenhieb auf seine Heimatgemeinde Bad Saulgau: „Proportional müsste Saulgau da 600 Millionen Euro investieren.“

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