Altenhilfezentrum soll zum Jahresende fertig sein

Lesedauer: 4 Min
Die Handwerker sprechen den Richtspruch für das neue Gebäude, das unmittelbar neben dem alten Conrad-Gröber-Haus entsteht.
Die Handwerker sprechen den Richtspruch für das neue Gebäude, das unmittelbar neben dem alten Conrad-Gröber-Haus entsteht. (Foto: Fotos: Christoph Wartenberg)
Redakteur Sigmaringen

Im Juli vergangenen Jahres ist der erste Spatenstich für das Caritas-Altenhilfezentrum in Meßkirch gewesen. Jetzt, ein dreiviertel Jahr später, konnte am Dienstag Richtfest gefeiert werden. Der Bau für rund 9,1 Millionen Euro soll das in die Jahre gekommene Altenpflegeheim Conrad-Gröber-Haus ersetzen. Es ist die größte Investition in der Geschichte des Sigmaringer Caritasverbands.

Caritas-Geschäftsführer Alexander Sperl begrüßte die Gäste zum Richtfest und dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Als wichtigen Partner bezeichnete er die Sozialstation St. Heimerad, die zusamen mit der Caritas in den Neubau einziehen wird. Im Dezember sowie Januar und Februar ruhten die Arbeiten wegen Weihnachten und der kalten Witterung.

Dennoch betonte Sperl: „Wir liegen mit den Arbeiten gut im Plan, es fehlen noch ein paar letzte Ausschreibungen aber wir gehen davon aus, dass wir zum Jahresende zu Weihnachten fertig sind.“ Er bedauerte, dass die Bewohner des Conrad-Gröber-Hauses und der Häuser in dessen Nachbarschaft durch die Bauarbeiten Unannehmlichkeiten ausgesetzt waren.

Nach dem gereimten Richtspruch und dem obligaten Zertrümmern des Glases gab es auf der Terrasse des Conrad-Gröber-Hauses eine kleine Feierstunde, an der auch die Bewohner der Altenpflegestätte beteiligt waren.

Der Caritasverband ist seit 1980 Träger des Conrad-Gröber-Hauses, das aber inzwischen nicht mehr den Standards entspricht. Deshalb wurde beschlossen, einen erweiterten Neubau zu planen und nach der Fertigstellung und dem Umzug der Bewohner das alte Haus abzureißen.

Vorgesehen ist, dass bis zum Ende diesen Jahres die Rohbauarbeiten abgeschlossen sind und dass dann bis zum Ende 2019 oder Anfang 2020 der fertige Ausbau erfolgt, sodass der Umzug stattfinden kann. Das neue Gebäude wird einen umbauten Raum von 46 000 Kubikmetern haben und verfügt über eine Nutzfläche von 4700 Quadratmetern.

Neues Heim wird 60 Plätze in vier Wohngruppen haben

Das künftige Altenhilfezentrum Meßkirch wird über 60 Plätze in vier Wohngruppen mit jeweils 15 Bewohnern in der Dauer- und der Kurzzeitpflege verfügen. Hinzu kommen zwölf Plätze in der Tagespflege, die bislang in Meßkirch nicht angeboten werden konnte. Diese Tagespflege wird von der Sozialstation St. Heime-rad übernommen, die zugleich aus dem Herz-Jesu-Heim ins Altenpflegezentrum zieht. Auch die Außenstelle des Caritassozialdienstes, die bislang im Klösterle untergebracht war, wird mit ihren Büros Platz im Neubau finden. Es wird eine Begegnungsstätte mit stationärem Mittagstisch eingerichtet. Dort sind auch weitere niederschwellige Angebote geplant.

Das Altenhilfezentrum wird, wie die Caritas bereits mitgeteilt hatte, nicht mehr nach dem wegen seiner politischen Vergangenheit umstrittenen Erzbischof Conrad Gröber benannt werden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen