Bitte um eine gute Ernte

Lesedauer: 2 Min
Die Gläubigen begeben sich auf den Weg zur Kapelle.
Die Gläubigen begeben sich auf den Weg zur Kapelle. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Die Menninger Gläubigen haben nach einer Bittprozession mit Neupriester Klaus Käfer aus Hüfingen für eine gute Ernte bei der 14-Nothelfer-Kapelle eine gemeinsame Messe mit dem Wettersegen gefeiert.

Die Prozession geht auf ein Versprechen zurück, das vor über hundert Jahren von der Einwohnerschaft von Menningen geleistet wurde, eine jährliche Prozession zum Hagelkreuz in der Hofstatt und zur 14-Nothelferkapelle zu machen. Diese Bittprozession erinnert an ein schweres Unwetter, das am 24. Juni 1906 über dem Dorf niederging und mit wolkenbruchartigem Regen sowie Hagelkörnen in Hühnereigroße viel Schaden an den Gebäuden anrichtete, die Ernte vollständig vernichtete und mit dem Hochwasser und Überschwemmungen viel Armut ins Dorf brachte, wie aus alten Überlieferungen zu erfahren ist.

Es war der Tag des Kirchenpatrons als sich die Gläubigen in der Pfarrkirche befanden und das furchtbare Gewitter über das Dorf hinweg zog. Um das Versprechen erfüllen zu können, stellte die Gemeinde eigens dafür das Hagelkreuz auf, das seither immer vor der Ernte die feierliche Bittprozession der Pfarrgemeinde zum Kreuz führt.

Klaus Käfer ist derzeit als Urlaubsvertretung in Meßkirch tätig, Ortsvorsteher Karl Mägerle dankte bei dieser Gelegenheit dem Ortschaftsrat, der zur Verschönerung des Hagelkreuzes und der Anlage beigetragen hatte, wie auch den Familien, die ehrenamtlich die Pflege der Feldkreuze und der 14-Nothelferkapelle im Dorf seit Jahren übernehmen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen