Wiedehopf soll in der Region wieder eine Heimat finden

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 Mit dem Bauen von Nistkästen will der Naturschutzbund Deutschland den Vogel Wiedehopf wieder verstärkt in die Region um Mengen
Mit dem Bauen von Nistkästen will der Naturschutzbund Deutschland den Vogel Wiedehopf wieder verstärkt in die Region um Mengen holen. (Foto: Naturschutzbund Deutschland)
Schwäbische Zeitung

Die Gruppe Mengen-Scheer-Hohentengen-Ostrach des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) plant ein Wohnungsbauprojekt für den Wiedehopf. Bei einer Informationsveranstaltung am Freitag, 10. Januar, um 19 Uhr im Nebenzimmer der Gaststätte „Lamm“ in Mengen werden der Vogel und seine Lebensweise vorgestellt. An diesem Abend wird es aber auch darum gehen, wie sich Naturfreunde am geplanten Projekt beteiligen können.

„Der etwas besondere Vogel mit seiner beachtlichen Federhaube könnte mit Unterstützung engagierter Bürger auch bei uns wieder heimisch werden“, schreibt der Pressedienst der Nabu-Gruppe in einer Mitteilung. In den vergangenen Jahren hätten Nabu-Gruppen vor allem um den Kaiserstuhl herum und im Neckarraum Ansiedlungsprojekte für den Wiedehopf gestartet – mit Erfolg. Die aufgestellten Nistkästen seien teilweise mit gutem Bruterfolg angenommen worden.

„Damit ist inzwischen ein gewisser Populationsdruck entstanden, der, so sieht es aus, bis in unsere Gegend strahlt“, schreibt die Nabu-Gruppe in ihrer Mitteilung. „Zumindest sind in den jüngsten Jahren im Frühjahr auch bei uns in geeigneten Landschaftsbereichen wieder Wiedehopfe gesichtet worden.“ Begünstigt werde dieser Trend offenbar durch die Klimaerwärmung. Denn auch der Bienenfresser, eine wärmeliebende Art, habe sich aus diesem Grund inzwischen in der Region als Brutvogel eingestellt. Der Wiedehopf hingegen sei früher bereits punktuell in der Region verbreitet gewesen.

Der Wiedehopf ist ein sogenannter Höhlenbrüter. Um wieder Fuß fassen zu können, benötigt er nicht nur geeignete Lebensräume, sondern vor allem ausreichend große Bruthöhlen. Deshalb sollen schon ab diesem Januar spezielle Nistkästen angefertigt werden. Gleichzeitig müssen für die vorgesehenen 25 Nistkästen Standorte in geeigneten Revieren ausgemacht werden, um sie bis Mitte März aufstellen zu können. Vorher muss das Einverständnis der entsprechenden Grundstücksbesitzer eingeholt werden. „Das alles ist nur möglich mit ausreichend Mitwirkenden aus der Bevölkerung, die sich mit dem Projekt identifizieren können“, schreibt die Nabu-Gruppe in ihrer Mitteilung.

Was genau alles zu tun ist und wie sich Interessierte in das Projekt einbringen können, wird bei der Informationsveranstaltung am Freitag besprochen.

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