Verband stimmt Erlebnis- und Gewerbepark

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Schwäbische Zeitung
Christoph Klawitter

Damit der Erlebnis- und Gewerbepark Ehoch4 realisiert werden kann, musste der Gemeindeverwaltungsverband zustimmen – das ist am Mittwochabend geschehen: Einstimmig stimmten die Verbandsvertreter von Mengen, Hohentengen und Scheer einer entsprechenden Änderung des Aufstellungsbeschlusses für eine Änderung des Flächennutzungsplanes zu. Denn der Flächennutzungsplan muss geändert werden, damit Ehoch4 Wirklichkeit werden kann.

Der erste Aufstellungsbeschluss vom Juli 2012 hatte noch ein interkommunales Gewerbegebiet vorgesehen. Wie mehrfach in der SZ berichtet, entschied sich die Gemeinde Hohentengen aber für Ehoch4 und damit gegen ein interkommunales Gewerbegebiet. Weil Nachbargemeinden und das Regierungspräsidium Tübingen allerdings Vorbehalte im Bebauungsplan-Anhörungsverfahren äußerten, wird das Projekt kleiner dimensioniert als ursprünglich geplant.

Die Kosten der Änderung des Flächennutzungsplanes, damit ist ja ein entsprechendes Planungsverfahren verbunden, muss nun doch nicht die Gemeinde Hohentengen tragen, wie es zunächst angedacht war und auch so im Beschlussvorschlag stand: Die privaten Projektträger würden die anfallenden Kosten übernehmen, hieß es in der Sitzung. „Es kostet uns in dem Fall so gut wie nichts“, sagte der Verbandsvorsitzende Stefan Bubeck aus Sicht des Verbands. Die Projektträger hätten eine Kostenübernahme zugesagt.

Über das Projekt selbst fand keine Diskussion in der öffentlichen Sitzung statt. Offensichtlich hatten sich die Verbandsvertreter in der zuvor stattfindenden nicht öffentlichen Sitzung über Ehoch4 ausgetauscht. Es gebe Chancen und Risiken, so Bubeck. „Wir sollten uns mehr auf die Chancen konzentrieren.“

Unterstützung nach Kräften

Bubeck betonte außerdem, dass die Stadt Mengen die Gemeinde Hohentengen bei Ehoch4 nicht ausgebremst und auch keine Einwände formuliert habe. Man unterstütze das Projekt nach Kräften. Von Ausbremsen und Verhindern könne keine Rede sein. „Wir freuen uns mit Hohentengen“, so Bubeck. In der Sitzung informierte der ausführende Planer Klaus Grossmann vom gleichnamigen Ingenieurbüro nochmals über den Umfang des Projekts. Demnach werden die Grünflächen mit 27,8 Hektar den größten Anteil einnehmen. Es gibt drei Sondergebiete: Akademie (12,72 Hektar), Lernen (5,41 Hektar) und Regenerative Energien (20,57 Hektar). Daneben sind drei Gewerbegebiete vorgesehen (1. 6,03 Hektar, 2. 1,83 Hektar, 3: 2,69 Hektar). Die Verkehrsflächen nehmen 3,26 Hektar ein. Das gesamte Projektgebiet umfasst 80,3 Hektar.

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