Vandalismus und Diebstahl belasten den Verein

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Ein Banner mit dem Logo des FC Mengen ist gestohlen worden. Für die Vereinsmitglieder sehr ärgerlich.
Ein Banner mit dem Logo des FC Mengen ist gestohlen worden. Für die Vereinsmitglieder sehr ärgerlich. (Foto: Fotos: Dietmar Hinderhofer)
Schwäbische Zeitung

Vandalismus und Diebstähle trüben die Laune der Mitglieder des FC Mengen im Jubiläumsjahr. Unbekannte zerstören regelmäßig Infoplakate, stehlen ein Banner, zerschneiden die Netze von Toren und reißen Sitze aus dem Stadion.

Der FC Mengen 1919 feiert in diesen Tagen mit mehreren Events sein 100-jähriges Bestehen. Bereits seit dem 29. Mai gibt es in der Alten Posthalterei, Mengens Heimatmuseum, eine Ausstellung über die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Mengener Fußballvereins zu sehen. Pokale, Wimpel, alte Kickstiefel, die von der Firma Schlösser Dichtungen zur Verfügung gestellt wurden und natürlich viele Berichte und Anekdoten aus dem letzten Jahrhundert zeugen von einer eindrucksvollen Vereinsgeschichte, welche bis Sonntag, 23. Juni, jeweils samstags, sonntags und an Fronleichnam von 14 bis 17 Uhr bewundert werden kann.

Das sportliche Highlight findet am Samstag, 22. Juni, im Mengener Ablachstadion statt. Dann dürfen die aktiven Fußballer des FC Mengen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim 1846 zu einem Testspiel begrüßen. „Während es für unsere Sportler das letzte Spiel einer sehr erfolgreich verlaufenden Saison ist, beginnt für die Heidenheimer Profis schon wieder die Vorbereitung auf die neue Saison“, erklärt Mengens Vorstand Frank Dinser, „weshalb Heidenheims Trainer Edgar Schmitt auch mit „voller Kapelle“, was sein Spielerpersonal betrifft, in Mengen auflaufen wird.“ Eintrittskarten gibt es bereits im Vorverkauf für zehn Euro, ermäßigt sechs Euro bei der Volksbank in Mengen.

Klar, dass die Planungen und Bewerbungen dieses Spiels bereits seit Monaten auf Hochtouren laufen. Umso ärgerlicher ist es für alle Ehrenamtlichen des Vereins, dass dann Infoplakate regelmäßig von den Plakatwänden zerrissen werden oder sogar ein großes Banner am Stadioneingang komplett gestohlen wird. „Leider haben wir das ganze Jahr über bereits mit Vandalismus und Diebstahl zu kämpfen“, berichtet Dietmar Hinderhofer, Mitglied im Hauptausschuss des Vereins. So wurden bereits sämtliche Netze der Jugendtore mutwillig zerschnitten, obwohl diese in einem abgeschlossenen Käfig am Rande des Sportplatzes untergebracht sind. Aber auch der Maschendrahtzaun des Käfigs konnte den oder die Täter nicht aufhalten. Bei einem weiteren Vorfall wurden mehrere Schalensitze im Ablachstadion gewaltvoll aus ihren Verankerungen getreten. „Natürlich würden wir als Ehrenamtliche nicht nur die Zeit, sondern auch das dafür aufgewendete Geld lieber in sinnvollere Investitionen für die Jugend stecken“, gibt sich Hinderhofer etwas zerknirscht über diese Vorfälle, „aber auch die hundertjährige Vereinsgeschichte hat uns gelehrt, dass es immer wieder viele Hochs und Tiefs gegeben hat und geben wird. Wir werden uns davon nicht unterkriegen lassen!“

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