Tasse bringt Sänger auf Initiative für herzkranke Kinder

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Susanne Kugler, Chorleiterin Martina Stark, Elisabeth und Konrad Kaut und Heidi Stark (v.l.) bei der Scheckübergabe.
Susanne Kugler, Chorleiterin Martina Stark, Elisabeth und Konrad Kaut und Heidi Stark (v.l.) bei der Scheckübergabe. (Foto: Vera Romeu)

Sehr vergnügt und stolz haben die Dorfspatzen, der Jugendchor und die Sänger des zu Weihnachten in Rulfingen aufgeführten Musicals dem stellvertretenden Vorsitzenden der Elterninitiative für herzkranke Kinder (Elhke) an der Tübinger Uniklinik, Konrad Kaut, einen Scheck über 800 Euro überreicht. Chor und Organisationsteam haben im Vereinsheim den Film, der von der Aufführung erstellt worden ist, angeschaut. Dazu hatten sie Konrad und Elisabeth Kaut eingeladen.

Chor und Musiker hatten unter der Leitung von Martina Stark an Heiligabend ein schönes Musical aufgeführt. Die Besucher hatten am Ende der Veranstaltung großzügig gespendet: Es waren 1028 Euro zusammengekommen. Die Kinder und Jugendlichen staunten und freuten sich, als Susanne Kugler und Martina Stark die Höhe des Betrags nannten. Beide dankten den Kindern und Jugendlichen sowie den Erwachsenen, die sich als Projektchor für die Aufführung engagiert hatten. Die Spendensumme wird aufgeteilt: Ein Teil kommt in die Kasse des Chors, 800 Euro sind nun an die Hilfe für herzkranke Kinder gespendet worden.

Kaut zeigte sich beeindruckt, dass so viele Sänger zur Scheckübergabe gekommen waren. Er sagte, dass viele Kinder mit einem Herzfehler zur Welt kommen und dass diese Kinder früher nicht lange lebten. Die Medizin habe große Fortschritte gemacht und helfe den Kindern. Im Landkreis Sigmaringen gebe es fast keine Gemeinde, in der kein herzkrankes Kind lebe, so Kaut. Der Einzugsbereich des Vereins reicht bis in die Bodenseeregion hinein. Er hat rund 400 Mitglieder. Kaut erklärte, was die Elterninitiative herzkranker Kinder, die vor 25 Jahren gegründet wurde, für Aufgaben hat. Der Verein hilft den Familien und jungen Patienten bei der Bewältigung der schweren Lebenssituation und bei den zum Teil langen Klinikaufenthalten. Elhke finanziert eine Sozialdienststelle in der Tübinger Kinderklinik mit. Der Verein finanziert die Unterkunft von Eltern und Geschwistern, wenn das kranke Kind in der Klinik ist. Es fehlen der Kinderklinik auch immer wieder Mittel, um notwendige Dinge, wie neuartige Bettwagen für Intensivbetten oder die Ausstattung des Stillzimmers anzuschaffen. Auch komme ab und zu ein Clown ins Krankenhaus, um die kleinen Patienten aufzuheitern. Der Verein organisiert auch Familienfreizeiten, damit gemeinsam ein bisschen Ferien gemacht werden können.

Chorleiterin Stark berichtete, wie es dazu gekommen ist, dass die Entscheidung für Elhke gefallen ist. „Wir haben nach dem Jugendgottesdienst noch am Feuer Punsch getrunken und überlegt, an wen die Spende gehen könnte“, sagte sie. Zu diesem Abend habe jeder Tassen von daheim mitgebracht. Auf einer der Tassen war ein Elhke-Schriftzug. Da hatte Heidi Stark die Idee, das Geld den herzkranken Kindern zu spenden. Die Idee fand großen Anklang. „Dann sollten wir mehr Tassen in Umlauf bringen!“, sagte Kaut und dankte allen für ihr Engagement.

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