Sogar der Barkeepertrommelt mit Strohhalmen

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 Ein bisschen Weihnachtsstimmung darf beim Auftritt der Heavy Metal-Band „Avian“ im Mengener Jugendhaus nicht fehlen.
Ein bisschen Weihnachtsstimmung darf beim Auftritt der Heavy Metal-Band „Avian“ im Mengener Jugendhaus nicht fehlen. (Foto: Janine Lehleiter)
Janine Lehleiter

Im Jugendhaus in Mengen hat am Samstagabend wieder einmal ein Heavy-Metal-Konzert stattgefunden. Die Heavy Metal-Band „Mission in Black“ mussten ihren Auftritt kurzfristig absagen. Sängerin Steffi bekam von Arzt ein striktes Singverbot verordnet. Doch die fünf Metal-Musiker von „Avian“ aus Ravensburg sorgten trotzdem für rockige Stunden.

Ein wahrer Hingucker zwischen all der schwarzen Kleidung war das knallrote Oberteil, mit dem der Sänger der Band „Avian“ sein Publikum am Samstagabend im Jugendhaus in Mengen begeisterte. Doch nicht nur farblich erregten er und seine Band die volle Aufmerksamkeit, sondern auch musikalisch. Von Anfang an lieferten die fünf jungen Männer Metal vom Feinsten. Harte Sounds kombiniert mit ausdrucksstarken Texten packten das Publikum. So dauerte es nicht lange, bis die ersten Luftgitarren vor der Bühne gespielt wurden. Und ebenso durfte wildes Headbangen nicht fehlen, wie es sich eben bei „Avian“-Konzerten gehört. Bis in die hinteren Reihen wippten die Füße und nickten die Köpfe im Takt der Metal-Sounds. Selbst der Barkeeper trommelte gelegentlich mit zwei Strohhalmen mit.

„Habt ihr Bock auf Iron Maiden? Ja? Wir nämlich auch“, so animierte Frontmann Armin Pohl seine Zuschauer. Die Band hatte nach eigenen Aussagen aus der Not eine Tugend gemacht und spielte deshalb, als Bonus zu ihren eigenen Songs und anderen Klassikern der Szene, ein Verlängerungsset an Iron Maiden-Coversongs.

Selbst das Lied „Judas be my guide“, das nach Angaben des „Avian"-Gitarristen von der britischen Band selbst nie live gespielt wurde, performten die fünf Ravensburger Musiker souverän.

Mit den Worten „Gute Besserung Steffi und einen großen Applaus zur schnellen Genesung“, wies der Sänger auf die krankheitsbedingte Absage von „Mission in Black“ hin. Am späten Donnerstagnachmittag kam die traurige Nachricht, dass die Band um Steffi Stuber nicht im Jugendhaus spielen wird. Die Sängerin, die es bei der letzten Staffel „The Voice of Germany“ bis in die Sing-Offs schaffte, durfte nicht auf die Bühne.

„Es gibt auf jeden Fall einen Nachholtermin“, sagte Stefan Fetscher, Jugendbeauftragter der Stadt Mengen, der in engem Kontakt mit „Mission in Black“ steht. Seit zwei Jahren leitet er das Jugendhaus in Mengen und trat mit der Organisation der Konzerte in die Fußstapfen seines Vorgängers.

Die Musikveranstaltungen, die dort regelmäßig stattfinden, sind mittlerweile ein absolutes Muss für alle Rock und Metal-Fans der Region. So freute sich Stefan Fetscher zu verkünden: „Wir haben schon wieder drei Anfragen von Bands, die hier gerne spielen möchten.“

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