Segelflieger kämpfen um Meisterschaft

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Segelflugzeuge mit einer so riesigen Spannweite werden in der offenen Klasse mit dabei sein. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Kaum sind die Heimattage vorbei, beginnt das nächste Großereignis in Mengen: Am Wochenende beginnt die deutsche Segelflugmeisterschaft auf dem Flugplatz. Eine bewirtete Eröffnungsfeier am Samstag um 19 Uhr vor dem Rathaus setzt den Auftakt. Am Sonntag beginnen dann die Wettbewerbsflüge. Jeden Tag wird dann geflogen. Vorausgesetzt die Witterung stimmt. 75 Teilnehmer aus Deutschland und dem Ausland nehmen an dem Wettbewerb teil.

65 der angereisten Segelflugsportler kommen aus ganz Deutschland. Zehn Teilnehmer sind aus dem Ausland angereist, aus Belgien, Österreich, der Schweiz, aus Tschechien und Frankreich. „Das zeigt, welchen Stellenwert die Deutsche Meisterschaft in Europa hat“, sagt Sportleiter Hans-Peter Mayer von der Luftsportgruppe Ravensburg. Das Starterfeld ist hochkarätig besetzt. „Allein unter den deutschen Teilnehmern sind sieben Welt- oder Europameister dabei“, sagt Peter Knoll, Vorstand der Luftsportgruppe Ravensburg. Es ist bereits die 14. deutsche Meisterschaft, ausgerichtet von der Luftsportgruppe Ravensburg, auf dem Flugplatz Mengen.

Während der zweiwöchigen deutschen Meisterschaft gilt es für die Teilnehmer jeden Tag eine Tagesaufgabe zu meistern. Geflogen wird in zwei Klassen. Am Sonntag erfolgt um 9.30 Uhr das offizielle Eröffnungsbriefing. Der Sonntag ist für alle Teilnehmer gleichzeitig auch Pflichttrainingstag. Erster Wertungstag ist der Sonntag, letzter Wertungstag der 2. August. Am Samstag, 3. August, ist Siegerehrung.

Besucher können Piloten vor dem Start treffen

Für die Zuschauer des Wettbewerbs sind insbesondere die Start- und Landephasen interessant. Dann erfolgen in schneller Folge die Starts und Landeanflüge. Bis zu 15 Segler können dann in der Luft sein. Ein eindrucksvolles Bild. Die Starts erfolgen morgens ab 10 Uhr. Bis 13 Uhr sind dann alle in der Luft. Die Landeanflugphase beginnt um 16 Uhr und endet um 19 Uhr. Die Teilnehmer gehen mit 40 eigenmotorisierten Flugzeugen an den Start. Die übrigen Segelflugzeuge werden mit einem Motorflugzeug hochgeschleppt. Bei der Meisterschaft zählen bei der Wertung nicht nur die geflogene Distanz und Zeit, sondern auch weitere Kategorien wie der Einflug in den Zielkreis oder der Anflug auf die Wendepunkte. Ausschlusskriterien gibt es ebenfalls: Wer die vorgeschriebene Höhenbegrenzung mit maximal 300 Metern nicht einhält, ist raus. Die Segelflieger bewältigen beim Wettbewerb Strecken, die von Mengen aus in Bayern oder Hessen etwa auf der Linie Frankfurt am Main liegen. Bei der Bewertung der Distanz und zur Kontrolle der Flugzeuge wird mit einem GPS-System gearbeitet.

„Wir bieten allen Interessenten eine Begegnung mit den Piloten auf dem Startfeld an“, sagt Mayer. Dazu wird der Verein besondere Besuchstermine während des Pilotenbiefings vor dem Start einrichten. Von einem Vereinsmitglied werden sie dann auf das Startfeld begleitet und sie können sich vor dem Start mit dem gewünschten Piloten unterhalten.

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