Schüler bekommen nagelneue Räume

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Architektin Bianca Schuh (rechts) erklärt Besuchern anhand eines Modells den Ablauf der Baumaßnahmen an der Sonnenlugerschule.
Architektin Bianca Schuh (rechts) erklärt Besuchern anhand eines Modells den Ablauf der Baumaßnahmen an der Sonnenlugerschule. (Foto: Klawitter)
Schwäbische Zeitung
Christoph Klawitter

Mit einem Infotag hat sich die Sonnenlugerschule vorgestellt. Die Lehrer und Schüler gaben einen Einblick, wie Lernen an einer Gemeinschaftsschule funktioniert. Auch konnte man sich über den Stand der Bauarbeiten an der Schule informieren: Der neue Erweiterungsbau soll im kommenden Schuljahr bezogen werden.

Architektin Bianca Schuh vom Architekturbüro Dasch Zürn aus Stuttgart und Cornelia Hund, Sachgebietsleiterin Hochbau in der Stadtverwaltung, standen für Fragen von Besuchern zur Verfügung. Momentan wird am Erweiterungsbau gearbeitet. „Zum kommenden Schuljahr soll die Erweiterung fertig sein“, sagte Bianca Schuh. „Dann können die neuen Schüler in ein nagelneues Gebäude ziehen.“ Der Erweiterungsbau ist für die Gemeinschaftsschüler gedacht, also auch die neuen Fünftklässler. Es entstehen unter anderem neben neuen Klassenzimmern auch „Inputräume“, wie die Architektin aufzeigte. Auch für das Architekturbüro war die Planung eines Schulgebäudes für eine Gemeinschaftsschule noch Neuland. Es sei das erste Gemeinschaftsschul-Gebäude, das das Architekturbüro baue, sagte Schuh. Im Vorfeld habe sich das Büro mit Lehrern der Sonnenlugerschule zusammengesetzt, um deren Bedürfnisse und Anforderungen zu erfahren.

In einem zweiten Schritt werden dann im Schuljahr 2017/18 die vorhandenen Pavillons generalsaniert. Diese Sanierung soll laut der Architektin im September 2018 abgeschlossen sein. Insgesamt liege man im Zeitplan, erklärte sie zu den Baumaßnahmen. Cornelia Hund ergänzte, dass man auch im Kostenrahmen liege: „Wir sind im Plan, haben aber keine Freiräume mehr“, zeigte sie auf. Insgesamt belaufen sich die Kosten inklusive des vorgeschalteten Architektenwettbewerbs auf 5,7 Millionen Euro, es fließen Zuschüsse an die Stadt. Für die Besucher war ein Modell aufgebaut und man konnte Pläne einsehen. Eine Begehung der Baustelle war aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Das Interesse der Besucher war eher etwas verhalten. Ab und zu kämen Besuchergruppen, um sich zu informieren, sagte Schuh.

Dreitägige Ausbildung

Ob Lernen an der Gemeinschaftsschule, der schuleigene Fitnessraum, Informationen zur Projektarbeit, Rundgänge – die Lehrer und Schüler boten den Besuchern viele Informationen, offensichtlich hatten sie im Vorfeld viel Engagement in die Vorbereitung des Infotags gesteckt. Auffällig war auch, mit welcher Freundlichkeit die Lehrer und Schüler den Besuchern begegneten, es herrschte eine offene Atmosphäre auf dem Schulgelände. Im Fitnessraum erklärten die Sportmentoren Anna-Lena, Marcel, Leon und Jenny, was sich hinter der Bezeichnung Sportmentor verbirgt: Es sei eine dreitägige Ausbildung, die Schüler machen könnten, erläuterte Anna-Lena. Die Schulsportmentoren würden beispielsweise schulische Wettkämpfe mit vorbereiten und mit durchführen. Dieses Jahr habe man 20 Schüler zu Schulsportmentoren ausgebildet, ergänzte Lehrerin und Betreuerin Heike Kehle. „Die kommen aber auch von anderen Schulen“, machte sie deutlich, dass auch Schüler von anderen Schulen nach Mengen kommen, um diese Ausbildung zu absolvieren.

Welche Farb-Bestandteile hat ein Filzstift: Mit einer sogenannten Filzstiftchromatographie konnten die Besucher das im Chemieraum herausfinden. Achtklässler Florian erklärte, was gemacht werden muss, damit das Verfahren auch funktioniert. In anderen Räumen wiederum konnte man sich beispielsweise über individuelles Lernen informieren. In der Mensa konnten die Besucher das Essen testen.

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