Probleme gibt es bislang nur beim Wiegen

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Die Aufgabe ist gegeben: Vor dem Start programiert der Pilot den Bordcomputer. (Foto: Rüdiger Hartmann)
Schwäbische Zeitung

Die Deutsche Meisterschaft im Segelflug hat begonnen. Am Montagvormittag starteten die Piloten zu ihrer ersten Aufgabe.

In der offenen Klasse hatten die Segelflieger heute die Aufgabe einer Umrundung von Stuttgart. Eine Strecke von 520 Kilometern müssen die Piloten insgesamt dafür bewältigen. In der Klasse der Segelflieger mit einer Spannweite von 18 Metern waren die Piloten 475 Kilometer über Alb und Schwarzwald unterwegs.

Insgesamt sind 75 Piloten gestartet. Zwei davon brauchten einen zweiten Versuch, um Anschluss an die Thermik, sprich guten Aufwind zu bekommen. Fünf Stunden Zeit waren als Rahmen vorgegeben. Für die Veranstalter hat sich das gestrige Pflichttraining ausbezahlt.

„Das war nicht nur für die Piloten, sondern auch für das Helferteam sehr wichtig", sagte Ingo Lippenberger vom Presseteam des SV Ravensburg.

Der Abflug der 72 Piloten erfolgte deshalb zügig. Bei den Flügen selbst wurde aufgrund der guten Vorbereitung mit dem Briefing – die Piloten erhalten dabei ihre genaue Tagesaufgabe – nach ersten Angaben der Veranstalter keine Verletzung der Flugverkehrsregeln festgestellt. Ein solcher Verstoß wird bei der Weltmeisterschaft schwer geahndet.

Mehr Wasser in den Flügeln ist das Doping beim Segelflug

Die Veranstalter hatten dagegen im Vorfeld mit Problemen ganz anderer Natur zu kämpfen. Manche der Großsegler ließen sich mit den zunächst zur Verfügung stehenden Waagen nicht mehr richtig auswiegen. Für den Wettbewerb ist das enorm wichtig. Mehr Wasser im Tank – das der dann ablassen kann – ist wie Doping im Sport.

Zuschauer trauen sich nicht recht dran

Das Angebot der Besichtigung der Anlage freut die Veranstalter: Die meisten Besucher trauen sich aber bisher meist nicht weiter als bis zur Pizzeria Volare oder bis zum Turm. Nur aber wer bis zu den Einweisern läuft, wird auf Wunsch zum Startfeld geführt. Dieses Angebot gilt die ganze Zeit, betont Lippenberger.

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