Pfarrer widmet seine Predigt den Schwachen in der Gesellschaft

Lesedauer: 4 Min

 Die Ministranten gestalten mit Pfarrer Rudolf Kuchelmeister den Gottesdienst.
Die Ministranten gestalten mit Pfarrer Rudolf Kuchelmeister den Gottesdienst. (Foto: bay)
Artur K. M. Bay

Wie seit vielen Jahren hat der inzwischen 98-jährige Pfarrer Rudolf Kuchelmeister zum Auftakt des 38. Weinfestes in Blochingen die gut besuchte Eucharistiefeier in der Mehrzweckhalle gefeiert.

Mit dem Morgenchoral „Lobet den Herren“ war bereits einer der wichtigsten Grundsteine gelegt, damit das Weinfest Freude und ein fröhliches Miteinander verbreiten soll. Der Vorsitzende des Musikvereins, Florian Reck, hieß die zahlreichen Festbesucher willkommen und freute sich darüber, dass die Musikkapelle aus der Nachbarschaft, der Musikverein Hundersingen-Beuren unter der Leitung von Dirigent Alois Kille die ersten drei Stunden des Programms gestalten wird.

Um die „Kleinen“ – die Menschen am Rande der Gesellschaft, die Schwachen, und solche die keine Lobby in der Gesellschaft haben und sich nicht wehren können – ging es in der kurzen aber prägnanten Ansprache von Pfarrer Kuchelmeister. Auffallend sei, dass Christus immer wieder dadurch ein Vorbild ist in Bezug auf die praktizierende Nächstenliebe. „Jesus ist solidarisch mit allen, die es schwer haben und nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.“ In einem weiteren Fixpunkt seiner Predigt brachte der hochbetagte Geistliche zum Ausdruck, dass wir angesichts der Not in der Welt nicht einfach bloß zuschauen sollen. Pfarrer Kuchelmeister stellte fest: „Was wir den Armen geben, das wird Gott reichlich belohnen.“

Mit dem flotten Marsch „Dem Land Tirol die Treue“ von Florian Pedarnig kam im Handumdrehen beste Feststimmung in der Mehrzweckhalle auf. In Folge servierten die Musikanten beste Kost aus zahlreichen Musikrichtungen, darunter zwei Medleys, zum einen mit den Erfolgstiteln der Gesangsgruppe „The Les Humphries Singers“ und schließlich auch den „Beatles“. Fehlen durften natürlich auch nicht Mit-Mach-Märsche, die zum Klatschen anregten.

In der geschmückten Mehrzweckhalle präsentierte der Musikverein in der Weinlaube ihre diesjährigen Favoriten der guten Tröpfchen. Es waren fast ausschließlich die unschlagbaren Baden-Württemberger aus den Regionen des Bodensees, des Kaiserstuhls sowie vom Neckartal und dem Zabergäu. Darunter war auch der Wein des Jahres: ein Hagnauer Spätburgunder Weißherbst. Die köstlichen Angebote und Gerichte zum Mittagstisch ließen sich die Festgäste nicht entgehen, weil einmal mehr die Qualität sehr gut und die Preise moderat waren.

Auch für die kleinen Gäste ließen sich die Jungmusiker aus Blochingen wieder etwas einfallen: Ein fröhliches Kinder-Schminken war angesagt. Am Nachmittag war es die Jugendkapelle Göge-Hohentengen die für beste Unterhaltungsmusik sorgte. Mit der munteren Blasmusikformation „Pur“ klang das 38. Weinfest gemütlich aus.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen