Viel Zeit verbringt Natalie Rau am Klavier, um sich auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ vorzubereiten.
Viel Zeit verbringt Natalie Rau am Klavier, um sich auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ vorzubereiten. (Foto: Eugen Kienzler)
Eugen Kienzler

In der Musikschule Friedrichshafen findet am Freitag und Samstag, 24., 25. Januar, der „Jugend musiziert“-Regionalwettbewerb statt. Mit dabei ist die 16-jährige Natalie Rau aus Levertsweiler, die sich in der Altersgruppe V in der Wettbewerbskategorie Klavier solo der Jury stellt.

Als Vierjährige nahm sie an einem Vorspielnachmittag einer Bekannten teil und ab diesem Zeitpunkt war ihr klar, sie möchte ein Instrument erlernen. Von ihren musikbegeisterten Eltern unterstützt, machte sie sich auf die Suche, um schon bald am Klavier hängen zu bleiben. Seit über elf Jahren ist sie nun an der Jugendmusikschule Mengen, wo sie bei ihrer Musiklehrerin Inge Gaigis die Welt des Klaviers kennen und lieben gelernt hat. Das sie dabei mit viel Fleiß, Ausdauer und Talent es zu einem beachtlichen Können gebracht hat, zeigen ihre bereits fünfmaligen Teilnahmen bei „Jugend musiziert“. „Ich habe es nie bereut, diesen Weg zu gehen und bin stolz, dass auch meine beiden Brüder Kiran, ebenfalls Klavier, und Ramon, Schlagzeug, meine Leidenschaft für die Musik teilen“, so die für ihr Alter sehr zielorientiert, abgeklärt und im Gespräch sympathisch-eloquent wirkende Natalie. Ihr Alltag ist sehr getaktet und ihrer Leidenschaft der Musik gewidmet. Die Heimschule Kloster Wald, wo sie als Gymnasiastin die 11. Klasse besucht und unter anderem das Neigungsfach Musik belegt, bietet ihr neben der Jugendmusikschule Mengen die besten Voraussetzungen, sich musikalisch weiterzuentwickeln. Täglich mindestens eine Stunde, derzeit in der Vorbereitung auf den Wettbewerb mehr, und die Freistunden an der Schule nutzend und dazu noch die wöchentlichen Stunden bei ihrer Lehrerin Inge Gaigis sind das zu bewältigende Pensum.

Ihre musikalischen Vorbilder sind Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und vor allem Claude Debussy, ein französischer Komponist des Impressionismus. „Ich verehre ihn ob seiner Werke, die zugegebener Maßen mit den melodischen Verknüpfungen und Motiven nicht einfach zu spielen sind, die aber genau das aussagen, was gute Musik ausmacht, die gute Balance zwischen Technik und Gefühl“, schwärmt die junge Pianistin für ihren Lieblingskomponisten, der allerdings in ihrem Wettbewerbsprogramm nicht vertreten ist. Mit der „Sonate Pathetique“ von Ludwig van Beethoven, dem Praeludium und der Fuge Nr. 9 aus dem „Wohltemperierten Klavier“ von Johann Sebastian Bach und „Cinderella“ des zeitgenössischen russischen Komponisten Sergei Prokofjew erhofft Natalie Rau bei der Jury zu punkten. „Es wäre schön, wenn es zur Weiterleitung zum Landeswettbewerb reichen könnte, für mich ist es aber sehr viel wichtiger, im Wettbewerb mit anderen zu sehen, wo ich selber stehe“, ist die realistische Erwartung.

Auch wenn die Musik an erster Stelle steht, besteht ihr Leben nicht nur aus Musik. So nutzt sie an ihrer Schule das Angebot, neben dem Abitur auch noch eine Berufsausbildung zur Damenmaßschneiderin zu absolvieren. Ihre noch verbleibende Freizeit investiert sie zusammen mit ihrer Familie in den Schießsport. In der Schützengilde Ennetach schießt sie Luft- und Sportpistole, wo sie mit der Mannschaft in der Landesliga Süd des Württembergischen Schützenverbandes schießt.

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