Narrenbruderschaft läutet die Fasnet ein

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 Marion Campregher, die Zunftmeisterin der Rulfinger Narren, übergibt die Gründungsurkunde der Bruderschaft Obere Donau an Reine
Marion Campregher, die Zunftmeisterin der Rulfinger Narren, übergibt die Gründungsurkunde der Bruderschaft Obere Donau an Reiner Kuchelmeister (links) und Markus Haller aus Heudorf. (Foto: Vera Romeu)
Vera Romeu

Die Mau Löscher und die Gigele Weible haben mit der Narrenbruderschaft Obere Donau die Fasnetseröffnung im Wendelinsaal eingeläutet. Im Mittelpunkt des Abends stand die traditionelle Übergabe der Urkunde. Zunftmeisterin Marion Campregher freute sich nach dem großen und gelungenen Narrenbruderschaftstreffen 2019, die Urkunde weitergeben zu können. Der Heudorfer Zunftmeister Markus Haller und der Vorsitzende des Narrenvereins, Rainer Kuchelmeister, übernahmen die Urkunde, weil sie das Bruderschaftstreffen dieses Jahr ausrichten werden. „Bei uns heißt es nicht nur `zamma feschta´; bei uns wird es auch `zamma rutscha´ heißen!“, rief Zunftmeister Haller humorvoll aus. Reinholf Hospach von der Band Tamburin bereicherte den Abend mit temperamentvoller Musik.

Der Wendelinsaal war voll mit Narren der Bruderschaft: Laiz, Ennetach, Blochingen, Hohentengen, Hundersingen, Laucherthal, Heudorf und Rulfingen. Es herrschte beste Stimmung und die Rulfinger Musikkapelle untermalte die Veranstaltung. Es wurde gesungen und geschunkelt. Es freute sich alle, dass die fünfte Jahreszeit endlich wieder startet.

Heudorf ist an der Reihe

Zunftmeisterin Campregher begrüßte mit viel Herzlichkeit und rief alle Zunftmeister auf die Bühne. Rulfingen habe die Fasnet 2019 groß ausgerichtet. Nun sei Heudorf an der Reihe. Zusammen mit den Zunftmeistern und den Narren stimmte sie das Bruderschaftslied an. Und immer wenn eine Zunft besungen wurde, stand die entsprechende Abordnung auf.

Die Rulfinger Zunft bot ein unterhaltsames Programm. Als Moderator führte Chrissy die Darbietungen ein und erzählte zwischendurch auch mal Witze. Den Auftakt machten zwei Mönche und eine Klosterfrau mit einer Fasnetslitanei und Fürbitten. Die Narren sangen den Wechselgesang. Die Klosterleute dankten der gesegneten Bruderschaft für die guten Momente und das ganze Fasnetsjahr. Sie wünschten dem Heudorfer Zunfteister, dass sich alle seine Narren seinem Willen beugen werden. „Das wünschen wir“, antworteten die Narren im Saal. Auch das Vater Unser wurde der Fasnet angepasst und kam gut an.

Armin und Michl brachten einen gewagten Sketch auf die Bühne, der ziemlich zweideutig war und bekamen viel Applaus. Als dritte Aufführung kamen drei Feuerwehrleute, die bei Kartenspiel und Bier streikten. Sie bewegten sich auch nicht, als die Sirene ertönte. Sie würden streiken, erklärten sie ihrem Kommandanten. Erst als es hieß, dass die Brauerei brenne, sprangen sie auf und rannten unter tosendem Beifall zum Löschangriff. Eine Bildershow rundete das Programm ab und zeigte die schönsten Momente des Bruderschaftstreffen 2019 in Rulfingen.

Konfetti lässt die Bühne glitzern

Mit einem spektakulären Konfetti-Schuss, der die Bühne in Glitzer tauchte, wurde der Höhepunkt des Abends angekündigt. Die Urkunde wurde in die Mitte der Bühne gerückt und Zunftmeisterin Campregher betrat die Bühne. Seit über 30 Jahren seien die Zünfte in der Bruderschaft zusammen. Die kleine Bruderschaft reiche aus, man fühle sich wohl und helfe einander, sagte sie. „Ich habe die Urkunde von der Ennetacher Narrenzunft übernommen, jetzt bin ich froh, dass Du, Markus, sie wieder mitnimmst“, freute sich die Zunftmeisterin. Zunftmeister Haller nahm sie feierlich entgegen und kündigte an, dass Heudorf beim Bruderschaftstreffen rund 3000 Gäste erwarte. „In Heudorf sind wir 500 Einwohner. Auf jeden Einwohner kommen sechs Gäste. Wir hoffen, dass wir auch so ein gutes Wetter haben werden, wie ihr hattet“, sagte der Zunftmeister. Beim letzten Bruderschaftstreffen, das Heudorf ausgerichtet hatte, lagen die Temperaturen bei bitteren 13 Grad minus. Heudorf werde drei Zelte aufstellen, die nicht ganz so groß sein werden aber doch ausreichend Platz bieten. Die Heudorfer Narrenzunft bekomme Unterstützung aus allen örtlichen Vereinen und auch aus der Scheerer Bräutelzunft, verriet der Zunftmeister. Nach dem feierlichen Akt ging der Fasnetsabend mit Musik und Spaß weit in die Nacht hinein.

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