Leicht und schwer zugleich

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 Alexander Klotz (rechts) war vom FV Altheim am vergangenen Wochenende vom FV Altheim (links: Philipp Maier) nicht zu stoppen. T
Alexander Klotz (rechts) war vom FV Altheim am vergangenen Wochenende vom FV Altheim (links: Philipp Maier) nicht zu stoppen. Trotzdem war sein Trainer Miro Topalusic der FCM-Offensive „stellenweise Larifari-Spiel“ vor. (Foto: Thomas Warnack)
Sportredakteur

Richtig gut in Schuss ist derzeit der FC Mengen in der Fußball-Landesliga. 13 Punkte gab es in den vergangenen fünf Spielen, die Mannschaft von Trainer Miroslav Topalusic ist in diesem Kalenderjahr noch ungeschlagen. Und am Samstag kommt es nun zum Spiel gegen die Übermannschaft der Liga, den TSV Berg (15.30 Uhr, Ablachstadion).

„Einerseits ist das der leichteste Gegner überhaupt, da wir überhaupt nichts zu verlieren haben“, sagt Mengens Trainer Miroslav Topalusic vor der Partie am Samstag. „Gleichzeitig ist es der schwerste Gegner, den man sich vorstellen kann. Denn, das habe ich schon vor der Saison gesagt: Berg wird aufsteigen und hat eine Mannschaft mit sehr viel Qualität.“

Der Mengener Trainer weiß, worauf es am Samstag ankommt. „Natürlich wollen wir den Lauf, den wir derzeit haben, auch gegen den TSV Berg nutzen und fortführen. Aber dazu müssen wir alles bringen. Das weiß jeder Spieler“, sagt Topalusic, der noch einmal - wie schon nach dem überzeugenden 4:0-Erfolg in Altheim am vergangenen Wochenende seine Abwehr lobt. „Ich habe nach dem Spiel nur die beiden Innenverteidiger Daniel Wolfert und Max Schuler gelobt, aber eigentlich gebührt das Lob der gesamten Viererkette, also auch den beiden Außen David Bachhofer und Uwe Willbold, plus Patrick Klotz, der auf der Sechs eine starke Partie gespielt hat, obwohl er - wie Daniel Wolfert - angeschlagen in die Partie gegangen ist. Nur in der Offensive haben wir - wie ich es bereits am Samstag gesagt habe - nach der Pause ein bisschen Larifari gespielt. Da war ich ein bisschen laut. Manchmal brauchen die manche Spieler vielleicht auch.“

Soll am Samstag das Ergebnis stimmen, das weiß auch Topalusic, muss alles zusammenkommen. „Wir müssen einen Sahnetag erwischen, Berg vielleicht einen schlechten Tag. „Aber wir werden uns“, verspricht der Trainer „noch einmal voll reinhauen, auch weil wir wissen, dass wir danach 14 Tage Pause haben und über Ostern frei haben.“ Sich richtig reinhauen, dass will der FC Mengen auch, weil er weiß, dass er noch etwas aus dem Hinspiel gutzumachen hat. 1:9 hieß es am Ende aus Mengener Sicht im Hinspiel in Berg.

Hartl und Ivanesic fehlen weiter

„Ich weiß kein Spiel, in dem eine meiner Mannschaften so abgeschossen wurde. Und zwar verdient. Man konnte nach dem Spiel nicht sagen: Da war jeder Schuss ein Treffer.“ Verzichten muss der FC Mengen am Samstag erneut auf die angeschlagenen Dennis Ivanesic und Kevin Hartl. „Beide sind schon wieder im Lauftraining, aber ein Einsatz gegen Berg käme zu früh.“ Andererseits sieht er genau darin auch die Chance, für andere Spieler sich zu zeigen. „So weiß jeder, dass er 110 Prozent bringen muss“, sagt der Miroslav Topalusic.

Sein Gegenüber Oliver Ofentausek warnt seine Mannschaft vor den Schwarz-Gelben: „Von den Partien, in denen wir in der Vorrunde total dominiert haben, dürfen wir uns nicht blenden lassen. Mengen wird gegen uns hochmotiviert sein und zeigen wollen, dass sie mehr können als im Hinspiel.“

Für die Fahrt nach Mengen wird Ofentausek voraussichtlich wieder - bis auf die Langzeitverletzten - alle Mann an Bord haben. Außenverteidiger Jonas Schuler, Mengener in Reihen der Berger, der im Abschlusstraining vor der Partie gegen Balingen passen musste, ist wieder fit. Und selbst Jonas Huchler will mitfahren – dabei hat sich der Winterneuzugang auf der Torhüterposition im Training eine Platzwunde zugezogen, die mit sechs Stichen genäht werden musste. „Ich weiß noch gar nicht, wie ich das einschätzen soll“, meint der Coach. „Auf jeden Fall ist es gut, dass wir solche Verrückten im Kader haben, die einfach immer spielen wollen.“

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