Landschaftsarchitekt erhält Sonderpreis

 Landschaftsarchitekt Klaus Saur (Mitte) bei der Preisverleihung mit Michael Lenz, dem Bürgermeister der Stadt Lauterstein Micha
Landschaftsarchitekt Klaus Saur (Mitte) bei der Preisverleihung mit Michael Lenz, dem Bürgermeister der Stadt Lauterstein Michael Lenz (2.v.r), Laudator Rolf von der Horst (rechts) und Eva-Maria Heinzmann-Kolmbach von der Firma Heinzmann. (Foto: Koelnmesse GmbH/Uwe Weiser)
Schwäbische Zeitung

Für die Neugestaltung eines Mehrgenerationenspielplatzes ist die Stadt Lauterstein kürzlich mit einem Sonderpreis des Deutschen Spielraumpreises 2021 ausgezeichnet worden. Die Planung dieses Mehrgenerationenspielplatzes wurde vom Landschaftsarchitekt Klaus Saur aus Mengen entworfen und gefertigt.

In seiner Laudatio betonte Rolf von der Horst, der Juryvorsitzende, dass die Neugestaltung des Außenraumes ein Baustein zu einer lebendigen Nachbarschaft und für ein gemeinsames Miteinander der Generationen sei. Grundsatz der Planung war, einen Spielraum für alle Menschen jeder Altersgruppe zu entwickeln, als öffentlichen Spielplatz und Bewegungsraum für die Bewohner der angrenzenden Seniorenresidenz, für deren Besucher als auch für Spaziergänger, für Gruppen und Familienausflügler mit dem Rad. Mit der Anbindung des Spielplatzes an den Radwanderweg, an die Seniorenresidenz und weiter an den Ort Nenningen ist ein Freiraum mit unterschiedlichen Nutzungsangeboten entstanden. Unterschiedliche Spielobjekte, Bewegungsgeräte und Spielflächen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren sind als Einheit realisiert worden, die als Mehrgenerationen-Spielplatz zahlreiche vorbildliche Aspekte aufweist.

Dazu zählt, dass der Platz eine wichtige städtebauliche Funktion erfüllt: Er stellt eine Verbindung zwischen Ortsmitte, öffentlichem Radweg und den Bewohnern der Seniorenresidenz her. Hervorzuheben ist ferner, dass dieser öffentliche Spiel- und Erholungsbereich barrierefrei zu erreichen ist und dass eine rollstuhlgerechte Verbindung zwischen öffentlichem Radwanderweg, Seniorenresidenz und Ortsmitte geschaffen wurde. Circa zehn Meter Höhenunterschied werden mit der Wegeführung stufenlos überwunden mit einer Neigung kleiner als sechs Prozent.

Die Auswahl der Spiel- und Bewegungsgeräte ist gelungen und motiviert zur gemeinsamen Nutzung heißt es in der Jurybegründung. Meist können mehrere Personen auch unterschiedlicher Altersgruppen miteinander spielen und sich bewegen. Der Höhenunterschied wird dabei geschickt genutzt, um besondere Spielsituationen zu schaffen. Die Anbindung an die Seniorenresidenz bewertete die Jury ebenso positiv wie die Geländegestaltung. Die Ausstattung mit Spielgeräten erfolgte in großen Teilen durch die Heinzmann GmbH aus Schwäbisch-Gmünd-Degenfeld.

Die Jury zeichnete diese Anlage mit einem Sonderpreis aus als einen Mehrgenerationen-Spielplatz mit zahlreichen vorbildlichen Aspekten.

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