Kroaten kennen keine Blasmusik

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So etwas haben viele in Novska noch nie gesehen oder gehört: Blasmusiker wie die aus Ennetach gibt es in Kroatien nicht. Deshal
So etwas haben viele in Novska noch nie gesehen oder gehört: Blasmusiker wie die aus Ennetach gibt es in Kroatien nicht. Deshalb hatte sich Bürgermeister Marin Pileti extra den Musikverein Ennetach gewünscht. (Foto: Jennifer Kuhlmann)

Die Musiker aus Ennetach sind in Novska mit offenen Armen und großen Augen empfangen worden. Weil es in Kroatien keine Blasmusik gibt und Novskas Bürrgermeister Marin Piletic bei den Heimattagen den Musikverein Ennetach im Festzelt live erlebt hatte, hatte er sie kurzerhand zum Lukasfest nach Novska eingeladen.

„Es war eine wirklich rundum gelungene Reise“, sagt Thomas Stützle, Vorsitzender des Musikvereins Ennetach nach der Rückkehr nach Mengen. „Wir sind von den Kroaten super untergebracht und rundum bestens versorgt worden.“ Nach einer 13-stündigen Nachtfahrt hätten die Musiker gemeinsam eine Bootsfahrt auf der Save durch den Naturpark Lonsko Polje unternommen und auf dem Wasser auch zu Mittag gegessen. Bei der Festeröffnung spielten die Musiker zunächst Feierliches vor dem Rathaus und später am Abend ein Platzkonzert mit Unterhaltungsmusik. Ganz zur Begeisterungen der Kroaten aus Novska, die es teilweise nicht auf den Plätzen hielt und die gut gelaunt mitklatschten und tanzten.

Am Samstag beteiligten sich die Musiker am traditionellen Umzug der Folkloregruppen aus ganz Kroatien. Die zeigten anschließend in der Sport- und Festhalle ihr tänzerisches und gesangliches Können. „Wir haben danach mit diesen Gruppen zu Abend gegessen, das war ein tolles Erlebnis“, sagt Stützle. Trotz der Sprachbarrieren habe man sich blendend verstanden. „Wir konnten zwar nicht so gut gemeinsam singen, aber tanzen ging super.“

Während die restliche Delegation noch bis Montag blieb, reisten die Musiker bereits am Sonntagmorgen wieder gen Heimat. „Wir sind unseren ganzen Aufenthalt wirklich gut betreut worden, von der Technik über das Essen und die Unterkunft bis zum Fahrservice der Feuerwehrleute“, sagt Stützle. Und der Zuspruch der Einwohner, die zum Teil noch nie eine Blaskapelle gesehen haben, sei einfach einmalig gewesen. „Das war für uns eine tolle Erfahrung.“ Die Rückfahrt sei dann allerdings im Vergleich zur Hinfahrt schon etwas ruhiger verkaufen...

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