Jobrad bringt Mitarbeiter aufs Rad

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Stefan Ebner D’Angelo (l.) und Gottfried Kugler (r.) freuen sich, dass ihre Arbeitgeber mit Jobrad kooperieren. Petra Kieferle-R
Stefan Ebner D’Angelo (l.) und Gottfried Kugler (r.) freuen sich, dass ihre Arbeitgeber mit Jobrad kooperieren. Petra Kieferle-Reuter, Geschäftsführerin bei Beton Jäger und Rolf Guffarth, Geschäftsführer von Schneider Schirme haben sich bei Frank (Foto: jek)
Schwäbische Zeitung

Als die beiden ersten Unternehmen in Mengen bieten die Bernhard Jäger Betonwerk GmbH & Co.KG und die Xaver Schneider GmbH & Co. KG ihren Mitarbeitern jetzt in Kooperation mit dem Anbieter Jobrad die Möglichkeit an, Fahrräder oder E-Bikes über ihren Arbeitgeber zu leasen. Das bringt den Mitarbeitern nicht nur Steuervorteile und mehr Bewegung, sondern leistet auch einen Beitrag zum Umweltschutz. Als kompetenter Partner steht Radsport Walser den Unternehmen zur Seite.

Statt in einen Dienstwagen lieber auf ein E-Bike zu steigen wird immer mehr zum Trend. „Auch einige unserer Mitarbeiter haben sich mit diesem Thema beschäftigt und sind mit der Idee auf mich zugekommen, ob wir nicht auch solche Leasing-Angebote machen könnten“, sagt Petra Kieferle-Reuter, Geschäftsführerin bei Beton Jäger. Wäre aber Frank Walser vom gleichnamigen Radsportgeschäft mit derselben Idee bei ihr vorstellig geworden, hätte sie sich wahrscheinlich nicht näher mit dem Thema befasst. „Ich dachte, dass es viel zu viel Aufwand ist“, sagt sie.

Rolf Guffarth bei Schneider Schirme ging es genauso. Beide ließen sich unabhängig voneinander von Frank Walser über das Jobrad-Konzept aufklären und fragten in ihrem Betrieb ab, wie viele Interessenten es für ein solches Projekt gibt. „Die Nachfrage war wirklich erstaunlich hoch“, sagen sie. In beiden Unternehmen meldeten spontan zwölf Mitarbeiter Interesse an. „Das ist wirklich ein ordentlicher Prozentsatz“, sagt Kieferle-Reuter. Bei Beton Jäger arbeiten insgesamt 60 Mitarbeiter, bei Schneider 40.

Zweites Rad ist machbar

Wenn nun ein Unternehmen einen Rahmenvertrag mit Jobrad abschließt, können die Mitarbeiter das von ihnen gewünschte Rad durch eine Gehaltsumwandlung leasen. „Es ist auch ein zweites Rad pro Mitarbeiter möglich, wenn zum Beispiel der Partner auch gern ein E-Bike hätte und beide die Räder für private Aktivitäten nutzen wollen“, sagt Walser.

Jobrad richtet ein Internetportal ein, über das alle Schritte rund ums Leasing abgewickelt werden können. Bei Frank Walser können sich die Mitarbeiter dann beraten lassen und sich ein Rad aussuchen. Dabei ist vollkommen egal, ob es sich um ein Citybike, ein Mountainbike oder ein E-Bike handelt. „Es kommt auch nicht drauf an, wie oft der Mitarbeiter am Ende tatsächlich mit dem Rad zur Arbeit fährt“, sagt Guffarth. Je nach dem, wie weit der Arbeitsweg sei, könnten manche die Strecke gut mit dem Rad bewältigen, andere eher nicht. „Wir wollen bei dem Angebot nicht diejenigen benachteiligen, die weiter weg wohnen“, so Petra Kieferle-Reuter.

Für sie sei einerseits wichtig, dass sie als Arbeitgeber einen Beitrag dazu leisten könne, dass sich der Mitarbeiter ausreichend bewege und somit gleichzeitig etwas für seine Gesundheit und die Umwelt tue. „Über ein solches Angebot können wir uns aber auch als attraktive Arbeitgeber positionieren“, sagt sie.

Gottfried Kugler freut sich, dass Rolf Guffarth sich für Jobrad entschieden hat. Der Schneider-Mitarbeiter wohnt in Rosna und hat fest geplant, bei gutem Wetter von dort mit seinem neuen E-Bike zur Arbeit zu fahren. „Das ist wirklich eine tolle Sache“, findet er. „Das sollten wirklich mehr Arbeitgeber anbieten.“

Diesen Trend gibt es zumindest. Frank Walser ist derzeit schon mit weiteren Unternehmen aus Mengen im Gespräch, die sich eine Kooperation mit Jobrad ebenfalls vorstellen können. Und wenn die ersten Erfahrungen vorliegen, folgen bestimmt noch weitere.

Mehr Informationen zum Leasing-Angebot von Jobrad gibt es im Internet unter

www.jobrad.org

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