Hemdglonkerball braucht neues Konzept

Lesedauer: 6 Min
Bernd Stroppel (rechts) bleibt Zunftmeister der Ennetacher Narren. Auf dem Foto sind die Vorstandsmitglieder und Geehrte zu sehe
Bernd Stroppel (rechts) bleibt Zunftmeister der Ennetacher Narren. Auf dem Foto sind die Vorstandsmitglieder und Geehrte zu sehen. (Foto: Vera Romeu)
Vera Romeu

Rund 30 Feifer und Frohnholzweible haben sich im Gasthaus Adler versammelt und auf das Vereinsjahr zurückgeblickt. Zu Gast waren die stellvertretende Bürgermeisterin Brunhilde Raiser und Feuerwehr-Abteilungskommandant Simon Zwick. Der Vorsitzende Bernd Stroppel berichtete von einem gelungenen Bürgerball; der Hemmedglonkerball sei aber derzeit das Sorgekind. „Wir haben dieses Jahr schon anderes Ambiente und andere Musik geboten. Wahrscheinlich müssen wir uns ein neues Konzept überlegen“, erklärte er. Die Narrenzunft hat 292 Mitglieder, davon sind 47 als Feifer und 32 als Frohnholzweible aktiv.

Zunftmeister Stroppel dankte seinen Stellvertretern Dietmar Zwick und Karl Eisele, die jedes Jahr bei der Schülerbefreiung für ihn einspringen. Stroppel ist Lehrer und kann am Auseligen nicht an der örtlichen Schülerbefreiung teilnehmen. „Ein Vorsitzender hat es leicht, wenn er solche Leute an seiner Seite hat“, sagte er. Der Ausflug nach Bregenz sei ein schöner Tag gewesen.

Stroppel blickte auf 2019 und 2020. Er bat die Mitglieder, sich den 19. Oktober zu merken: Der Ausflug werden in die Alpsee-Bergwelt führen. Die Fasnetseröffnung werde in Rulfingen stattfinden und das Bruderschaftstreffen in Heudorf. Bei Bürgerball werde sich das Motto um Aliens und den Weltraum drehen.

Gebündelte Genehmigung

Kassierer Karl Eisele berichtete von einem Defizit, vor allem wegen des Hemmedglonkerballs. Er mahnte an, ein neues Konzept auszuarbeiten. Josef Baumgärtner trug den Kassenprüfbericht vor. Auch er empfahl den Hemmedglonkerball am Donnerstag anders aufzuziehen. An die Adresse der Stadt richtete er den Appell, der Zunft die Arbeit zu erleichtern, indem die Ausschankgenehmigungen gebündelt werden, damit nicht mehr jede einzeln beantragt werden müsse. Brunhilde Raiser sagte der Zunft zu, sich dafür im Rathaus einzusetzen. Die Mengener Narrenzunft habe diese Idee auch schon formuliert. Es sei ohnehin nicht einfach, einen Narrenverein zu führen, weil die Verantwortung bei Bällen und Umzügen sehr groß sei. „Es ist eigentlich zu viel, was da auf ehrenamtlichen Schultern lastet“, sagte sie. Sie lobte den Bürgerball: „Es war wirklich schön bei euch.“ Das Defizit sei noch kein Drama in Anbetracht der hohen Rücklagen, doch stellte sie fest, dass dies keine stete Entwicklung werden sollte und wünschte der Zunft viele gute Ideen für ein neues Konzept als Ersatz für den Hemmedglonkerball.

Die Mitglieder hatten zu wählen, Ortsvorsteher Wolfgang Eberhart leite die Wahl des Vorsitzenden Bernd Stroppel, der einstimmig in sein Amt bestätigt wurde. Er dankte für das Vertrauen und regte an, junge Leute in den Vorstand zu holen, weil sie neue Ideen einbringen und den Fortbestand der Zunft sichern. Die Stellvertreter Dietmar Zwick und Kassierer Karl Eisele wurden ebenfalls bestätigt. Helmut Leberer stand für das Amt des Schriftführers nicht mehr zur Verfügung, Heike Ertle wurde einstimmig als seine Nachfolgerin gewählt. Besitzer sind Liane Nörz, Carolin Rapp, Jürgen Schaffer, Jutta Zwick und Christian Faber als Nachfolger von Heike Ertle.

Neue Häskammer im Rathaus

Stroppel dankte Helmut Leberer für vier Jahre, in denen sie einiges Kontroverses ausgefochten haben. Er dankte Reiner Merkle, der bei allen Arbeitseinsätzen immer dabei ist. Für die Ausarbeitung und Umsetzung des Sicherheitskonzepts für das Bruderschaftstreffen lobte er den Abteilungskommandanten Simon Zwick. Er dankte Ortsvorsteher Eberhart, der im Rathaus für eine Häskammer Platz geschaffen hat, nachdem das Alte Schulhaus verkauft war, sowie Christian Faber und Jürgen Schaffer, die sie gerichtet und bezugsfertig gemacht haben.

Der stellvertretende Vorsitzender Dietmar Zwick ehrte treue Zunftmitglieder mit einer Würdigung der eingebrachten Leistungen, einem Geschenk und einer Urkunde.Es wurden geehrt: für 40 Jahre Karl-Heinz Feurer; für 30 Jahre Erika und Siegfried Widmann, Marlies Stöckler, Susanne Rothmund, Sylvia Magino und Marion Heider; für 25 Jahre Liane, Gerhard, Dominic und Christina Schmid, Claudia Motsch, Kerstin Hein-Beck, Markus Haller und Matthias Ertle; für 20 Jahre Heike Ertle; für 10 Jahre Herbert, Cornelia und Annika Sauter, Alina Merkle und Johanna Balzer.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen