Gespräche dienen der Berufsorientierung

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 Berufsfindungsgespräche der Realschule: eine Schülerin bekommt wichtige Tipps für ihre berufliche Zukunft von (v.l.) Stefan Feu
Berufsfindungsgespräche der Realschule: eine Schülerin bekommt wichtige Tipps für ihre berufliche Zukunft von (v.l.) Stefan Feuerstein von der Arbeitsagentur, Mujo Mehinovic (Firma Knoll, Bildungspartner der Realschule) und BORS-Lehrer Clemens Sproll. (Foto: Kniele)
Schwäbische Zeitung

Bereits zum neunten Male haben an der Realschule Mengen nach der Ausgabe der Halbjahresinformationen für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 9, insgesamt 65, sogenannte „Berufsfindungsgespräche“ stattgefunden. In diesen Gesprächen steht die berufliche Zukunft der Realschüler im Mittelpunkt.

Bereits während des Schuljahres haben sich die Schüler intensiv mit dem Thema „Berufsorientierung“ auseinandergesetzt und im November haben alle 9. Klässler ein einwöchiges Praktikum außerhalb der Schule hinter sich gebracht. Die Zukunftsvorstellungen sind sehr unterschiedlich: einige Schüler kommen mit ganz konkreten Zielen und Wünschen zu dem Gespräch und es zeigt sich, dass sie sich sehr gut informiert haben über ihren Wunschberuf. Manche Schüler sehen eine Berufsrichtung, die ihnen gefällt und liegt, aber es gibt auch Jugendliche, die haben „noch keinen Plan“, wie ihre berufliche Zukunft aussehen soll.

Passt Beruf zu den Noten?

Zum Gespräch bereiten sich die Schüler sorgfältig vor: sie recherchieren ihren Wunschberuf und sie führen eine Bewerbungsmappe mit sich, die sie im Deutschunterricht angefertigt haben, sowie ihre Zeugnismappe mit den aktuellen Noten. Nun wird geprüft, ob der angestrebte Wunschberuf zu den Noten passt, wie man noch besser für sich in der Bewerbung werben könnte und was es für mögliche Alternativberufe gibt. Sehr wertvoll bei diesen Gesprächen, die jeweils rund 45 Minuten dauern, ist, dass neben den Schülern und dessen Eltern, ein Lehrer anwesend ist, der die Schüler gut kennt, sowie ein Vertreter der Arbeitsagentur und ein Personalchef oder Ausbildungsleiter eines Betriebes oder einer Einrichtung.

Sehr dankbar ist die Realschule, dass sich zahlreiche Firmen bereit erklären, bei diesen Gesprächen dabei zu sein und wichtige Anregungen geben. Ergänzend dazu kann der Berufsberater Vorschläge zu möglichen Alternativen machen oder ganz Unentschlossene zu einem Auswahltest einladen. Der Lehrer und vor allem die Eltern kennen die Jugendlichen sehr gut und wissen um die Stärken oder die Schwächen ihrer Kinder.

Stefan Feuerstein, der zuständige Berufsberater für die Realschule Mengen ist glücklich, dass die Gespräche in einem solchen Gremium stattfinden: „Es ist schön, dass immer die Eltern dabei sind und dass auch ein Personalverantwortlicher von außen, der viel Erfahrung mit Ausbildungssuchenden hat, mit am Tisch sitzt.“

Gespräche helfen weiter

Auch von der Schule gibt es nur Lob: die Schüler bestätigen, dass sie dieses Gespräch weitergebracht hat und die Lehrer wertschätzen es, wenn Außenstehende den Kindern mit Rat und Tat weiterhelfen können. Schulleiterin Mechtild Kniele hofft, dass „diese wichtigen Gespräche auch in Zukunft Bestand haben werden“.

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