Geschichtsverein plant Ausstellungen über FC Mengen und Freibad

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 Reinhard Brendle (v. l.), Emil Magino, Ottokar Linder, Christoph Stauß, Wolfgang Eberhart, Markus Vielberth und Josef Kieferle
Reinhard Brendle (v. l.), Emil Magino, Ottokar Linder, Christoph Stauß, Wolfgang Eberhart, Markus Vielberth und Josef Kieferle nach der Hauptversammlung. (Foto: ck)
Christoph Klawitter

Der Mengener Geschichtsverein plant eine Ausstellung über den FC Mengen, der in diesem Jahr 100 Jahre alt wird. Auch über das Freibad, das vor 60 Jahren eröffnet worden ist, soll es eine Ausstellung geben. Bei der Hauptversammlung im Gasthaus Adler in Ennetach wählten die Vereinsmitglieder am Freitagabend Christoph Stauß zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden, der Vorsitzende Ottokar Linder wurde im Amt bestätigt.

Nach 18 Jahren gab der bisherige stellvertretende Vorsitzende Josef Kieferle sein Amt ab. „Er ist das Herz des Vereins“, ehrte Ottokar Linder seinen Stellvertreter. Die Vereinsmitglieder hoffen, dass Kieferle sich weiterhin engagiert: „Wir brauchen deinen Rat“, sagte Linder. Ebenfalls verabschiedete er den ebenso langjährigen Schriftführer Reinhard Brendle. Die Wahlen wurden offen per Handzeichen abgehalten, Bürgermeister-Stellvertreter Emil Magino leitete diese. Steinmetzmeister Christoph Carl Stauß wurde zum Nachfolger Kieferles gewählt. Eigentlich komme ihm das Amt zehn Jahre zu früh, meinte Stauß. Und er erklärte, dass die Fußstapfen von Kieferle so groß seien, dass er diese nicht ausfüllen könne. Als weiterer Stellvertreter wurde Wolfgang Eberhart wiedergewählt, ebenso Ottokar Linder als Vorsitzender. Neuer Schriftführer ist Hans Schönenberger, er wurde in Abwesenheit gewählt. Kassierer ist weiterhin Markus Vielberth, Kassenprüfer Manfred Müller und Helmut Knupfer.

Das Jahr 2018 sei sehr erfolgreich gewesen, bilanzierte Linder. Erst kürzlich ging die Ausstellung über Wahlplakate und 100 Jahre Frauenwahlrecht zu Ende. „Es war eine sehr gute Besucheranzahl von über 640 Besuchern“, sagte Linder. Auch hätten die Mengener Schulen ein reges Interesse an der Ausstellung gezeigt, freute er sich – aber mit einer Einschränkung: „Leider Gottes nicht vom Gymnasium“, zeigte sich Linder enttäuscht. „Wo wir uns eigentlich am meisten erwartet hätten“, fügte er hinzu. „Aber da könnte man auf den Verdacht kommen, dass das an der Leitung des Gymnasiums liegt, und nicht an den Schülern.“

FC Mengen leistet gute Vorarbeit

Für das laufende Jahr hat der Verein wieder viel vor. Das Freibad Mengen gibt es seit 60 Jahren, es soll darüber eine Ausstellung geben – sofern sich genug Material dafür findet. „Die Ausstellung ist ein Wunsch der Stadtwerke“, sagte Linder. Doch diese „liegt mir ein bisschen auf dem Magen“, bekannte er. „Wir hoffen, dass es etwas wird, versprechen kann ich es noch nicht“, sagte er. Der Fußballverein FC Mengen wird 100 Jahre alt, auch dazu soll es eine Ausstellung geben. Der FC habe da schon sehr gute Vorarbeit geleistet, meinte Linder mit Blick auf die Homepage des Vereins. „Das ist ein Projekt, auf das ich mich freue.“

Anlässlich der 1200-Jahr-Feier von Ennetach plant der Geschichtsverein auch eine Ausstellung über Ennetach. Diese soll entgegen der sonstigen Gepflogenheiten nicht im Stadtmuseum Alte Posthalterei, sondern im Foyer des Bürgerhauses Ennetach gestaltet werden – weil auch die anderen Feierlichkeiten in Ennetach stattfinden, so Linder. Für Oktober sei dann eine Kunstausstellung über Bildhauer Gerold Jäggle geplant. „Er ist ein Hochkaräter in der Kunst unserer Region“, sagte Linder. Die Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst hat sich aufgelöst. Erinnerungsstücke, die über die Geschichte des Fliegerhorsts informieren, sollen in einem Raum des Stadtmuseums untergebracht werden, kündigte Linder an.

Emil Magino dankte dem Geschichtsverein für die geplante 1200-Jahr-Ausstellung und auch dafür, diese in Ennetach abzuhalten. Noch vor einigen Jahren wäre es wahrscheinlich nicht möglich gewesen, dass ein Verein mit Sitz in Mengen in Ennetach eine Ausstellung abhalte, meinte er und spielte damit auf alte Vorurteile an.

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